Das Donkosakenlied

Das Donkosakenlied

BR Deutschland 1956, Spielfilm

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Gähnen am Tegernsee

„Ich habe zehn Gebote“, meinte Billy Wilder. „Die ersten neun lauten: Du sollst nicht langweilen“. Diese 97 Minuten Film sind ein einziges Gähnmarathon. Auf der Bühne eines Theaters: ein Rundhorizont mit aufgemaltem, kitschig-rosa Sonnenuntergang. Taiga. Davor der Donkosakenchor: brummt wie ein russischer Bär, plötzlich erhebt sich im Zuschauerrraum des Theaters ein kleiner Junge, singt mit, Serge Jarow, der Leiter, lächelt mildtätig herab. „Der Glockenklang ertönt im Tal...“ Dann gibt es im schönen Bauernhaus am Tegernsee einen Hörbiger, der sich mit dem kleinen Jungen eine Kissenschlacht leistet. Aber was macht er sonst, wozu braucht ihn der Film? Ein Möller spielt den Arzt, der alles heilt, nicht an die Honorare denkt und vom Chefarzt, einem Fritsch, die Tochter geschenkt kriegt. Ob er will oder nicht. (Schließlich will er doch nicht). Dann ist da ein Hänschen Richter, der mit einer Hagen verlobt ist. Er soll mit Hagens Geld den Lottoschein abgeben, tut es nicht. Hauptgewinn. 80tausend Mark! Unvorstellbar. Nur leider gibt es keinen Lottoschein. Frustration, Tränen, kleiner Weltuntergang (die Verwicklung kannten wir schon besser aus „Wenn abends die Heide träumt“). Lotto war Thema, weil viele noch immer nichts hatten und ihre ganze Hoffnung auf den Segen aus der Lostrommel setzten. Dann fährt da noch ein Biederstaedt mit einem weißen, offenen Mercedes-Cabrio (kannten wir schon aus „Schwarzwaldmelodie“) herum, steigt aus, macht einer Bethmann auf dem Hof den Hof, kommt ihr näher, noch näher und - bums - ist es aus. Bethmann zurück zum Arzt, der auch nicht so recht weiss: ist sie es nun oder ist sie es nicht? Eine Frau hat diese strahlende Story in dürre Dialoge verpackt, ein paar Drücker reingeschrieben und uns diesen Jarow von vorne, von hinten, von der Seite gezeigt. „Das einzig schreckliche Ding auf Erden ist Langeweile. Das ist die Sünde, für die es keine Vergebung gibt.“ (Wilde)

Credits

All Credits

Director:Géza von Bolváry
Assistant director:Friedrich Westhoff
Screenplay:Juliane Kay, Alf Teichs
Script editor:Alf Teichs (Chefdramaturg)
Director of photography:Willi Sohm
Camera operator:Hannes Fuchs
Production design:Hanns H. Kuhnert, Peter Schlewski, Paul Markwitz
Make-up artist:Maria Westhoff, Fredy Arnold
Editing:Ingrid Wacker
Sound:Fritz Schwarz
Music:Friedrich Schröder, Egon Kaiser und sein Orchester (DE)
Music performer:Serge Jaroff (Donkosakenchor)
  
Cast: 
Claus BiederstaedtRolf Bender
Paul HörbigerProfessor Hartmann
Sabine BethmannHelga
Stefan HaarPeter
Gunnar MöllerDr. Heinz Stark
Willy FritschChefarzt Dr. Burger
Alice TreffElisabeth
Ingrid StennEdith
Hans RichterKarl, Chauffeur
Carla HagenAnneliese
Simone EmmerichSusi
Elfie PertramerMutter
  
Production company:Berolina-Film GmbH (Berlin)
Producer:Alf Teichs (Produktionschef), Kurt Ulrich (Gesamtleitung)
Unit production manager:Karl Mitschke, Hans Lehmann
Location manager:Bruno Michalk, Mohr von Chamier
Shoot:: Salzburg, Tegernsee, Atelier Berlin-Tempelhof
Length:2659 m, 97 min
Format:35mm, 1:1,37
Picture/Sound:Eastmancolor, Ton
Rating:FSK-Prüfung (DE): 06.11.1956, 13238, ab 12 Jahre / feiertagsfrei
Screening:Uraufführung (DE): 15.11.1956, Düsseldorf, Rex

Titles

Originaltitel (DE) Das Donkosakenlied

Versions

Original

Length:2659 m, 97 min
Format:35mm, 1:1,37
Picture/Sound:Eastmancolor, Ton
Rating:FSK-Prüfung (DE): 06.11.1956, 13238, ab 12 Jahre / feiertagsfrei
Screening:Uraufführung (DE): 15.11.1956, Düsseldorf, Rex
 

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