Schicksal

Schicksal

Deutschland 1941/1942, Spielfilm

Films from the National-Socialist period must be considered in the context of state-influenced production and reception. Further informations »

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Der Alleskönner

„Heimkehr“, „Feinde“, „Damals“ und jetzt „Schicksal“ - es ist schwierig, den NS-Kitsch auseinander- und auszuhalten. Was sehen wir hier? Einen Heinrich George, der auf allen Vieren (bei seinem Bauch!) krabbelt und mit zwei kleinen Kindern „blinde Kuh“ spielt. Zwar ist es immer noch George, der da grunzt und blökt, doch auf allen Vieren? Er hütet als Diener des Fürsten dessen Kinder. Später muss er mit eigener Hand den Fürsten erhängen, weil der siegreiche Leutnant (Werner Hinz) es befiehlt. Er zieht mit den Kindern ab, rackert Tag und Nacht als Kellner (auch in „Pedro soll hängen“ kellnerte er schon), um sie aufzupäppeln. Dabei ist er der großherzige Pappi, der nichts für sich will und sich ganz in die vom toten Fürsten gestellte Aufgabe findet (was unsinnig überinszeniert ist). Doch das „Schicksal“ will es anders - ausgerechnet seine Ziehtochter verliebt sich in den ehemaligen, jetzo geläuterten Leutnant, der nach 17 Jahren zurückkehrt. Nun steht der Ziehvater vor der Schicksalsfrage: soll ich meinem Kind reinen Wein einschenken oder lieber mit dem Ehemann in spe Tacheles reden? Er entscheidet sich für die dritte Lösung und erschiesst den potentiellen Gatten. Rache muss sein. Ziellos ist nur der, der sein Schicksal nicht selbst in die Hand nimmt... Nach zwei Jahren Bau und einer Begnadigung kehrt der brave Fürstenknecht zu „seinen“ Kindern zurück: „Die Liebe löscht die Vergangenheit aus“. - Ucicky-Stammautor Gerhard Menzel quirlt hier Tränen, Tod und Trauma zusammen. Liebe? Pustekuchen. Der Revolver entscheidet. Was wohl die Tochter (Gisela Uhlen) da empfunden hat? Hätte sie nicht selber - nach einem Gespräch mit dem Vater - die Sache bereinigen können und sich trennen? Nein, meint Regisseur Geza von Bolvary. Wir machen hier Film. Film heißt, möglichst dramatisch die Dinge ausweglos erscheinen lassen. Persönliche Gefühle? Nicht, wenn es um das Große geht. Die neue Zeit. Reiner Tisch mit der Vergangenheit. Mord mit Mord rächen. Und wer hat sich in den Dienst der NS-Macher gestellt? Erneut Heinrich George!

Credits

Director:Géza von Bolváry
Screenplay:Gerhard Menzel
Director of photography:Hans Schneeberger
Editing:Arnfried Heyne
Music:Anton Profes
  
Cast: 
Heinrich GeorgeStephan Rakitin
Gisela UhlenDimka
Will QuadfliegDimo
Christian KayßlerFürst Melnik
Werner HinzKosta Wasileff
Heinz OhlsenFähnrich
Walter WernerDragan
Josef DahmenJunger Diener
Franz EschleUnterleutnant
Heinz WösterMirko
Walter LieckIrischkof
Wilfried SeyferthJunger Kellner
Karl EhmannAlter Kellner
AdaletTänzerin und Sängerin
  
Production company:Wien-Film GmbH (Wien)

All Credits

Director:Géza von Bolváry
Assistant director:Carl von Barany
Screenplay:Gerhard Menzel
Director of photography:Hans Schneeberger
Assistant camera:Sepp Ketterer
Production design:Werner Schlichting, Kurt Herlth
Costume design:Manon Hahn
Editing:Arnfried Heyne
Sound:Bruno Suckau, Hans Janeczka
Music:Anton Profes
Lyrics:Josef Petrak
  
Cast: 
Heinrich GeorgeStephan Rakitin
Gisela UhlenDimka
Will QuadfliegDimo
Christian KayßlerFürst Melnik
Werner HinzKosta Wasileff
Heinz OhlsenFähnrich
Walter WernerDragan
Josef DahmenJunger Diener
Franz EschleUnterleutnant
Heinz WösterMirko
Walter LieckIrischkof
Wilfried SeyferthJunger Kellner
Karl EhmannAlter Kellner
AdaletTänzerin und Sängerin
  
Production company:Wien-Film GmbH (Wien)
Line producer:Fritz Podehl
Location manager:Josef W. Beyer, Rolf Eckbauer
Shoot:: Kufstein/ Tirol
Format:35mm, 1:1,37
Picture/Sound:s/w, Ton
Rating:Zensur (DE): 13.03.1942
Screening:Uraufführung (DE): 18.03.1942

Titles

Originaltitel (DE) Schicksal
Weiterer Titel Jovan und Jovana

Versions

Original

Format:35mm, 1:1,37
Picture/Sound:s/w, Ton
Rating:Zensur (DE): 13.03.1942
Screening:Uraufführung (DE): 18.03.1942
 

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