Wenn der Vater mit dem Sohne

Wenn der Vater mit dem Sohne

BR Deutschland 1955, Spielfilm

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Happyend ohne Sonnenschein

Achtung: Tränendrüse! Teddy Lemke (Heinz Rühmann) und sein Ziehsohn Ulli (der kesse 6jährige Oliver Grimm) sind ein Herz und eine Seele. So intensiv, dass eine Mutter garnicht zu fehlen scheint. Sie findet Erwähnung, aber nur in vagen Äußerungen: sie sei verreist, wird der Kleine abgespeist. Dabei hat sie in Wirklichkeit ihr Kind zurückgelassen. Dann ist da noch die Tante Biermann (etwas blass: Fita Benkhoff). Eine Idylle zu dritt, die einen lieben spaßigen Papa vortäuscht wie er nur in Märchen vorkommt. Doch eines Tages taucht die schicke Mutter (erstaunlich kühl: Waltraut Haas) auf und aus ist‘s mit der Papaharmonie. Ulli zu Teddy beim Abschied: „Du weinst ja“. Teddy: „Nein, nur meine Augen schwitzen“. So gerät auch der Zuschauer in‘s „Schwitzen“. Wie es wohl dem braven Regisseur Hans Quest ergangen ist? Es scheint so, als hätte er bei dieser Rühmann-Show eher assistiert als korrigierend eingegriffen. Rühmann spielt wieder den Berufs-Clown und erstickt seinen Kummer unter dem Lachen der Zuschauer. Motto: „Das schönste Geschenk, das man Menschen machen kann: sie zum Lachen bringen.“ Natürlich hat Rühmann herzergreifende Momente, zeigt seinen Kummer und seine Traurigkeit auf anrührende Art und Weise. Aber der Eindruck will sich nicht legen, dass hier eine Story um einen Hauptdarsteller herum geschrieben ist, verbunden mit einer Besichtigungsfahrt der Schweizer Seen. Die filmischen Drücker jedoch kommen zustande, weil alle wissen: der arme kleine Junge muss jetzt zu seiner kühlen Mutter, wo doch das Leben mit dem fremden „Vater“ so toll gewesen ist. Dem Produzenten Kurt Ulrich, dessen ganze Liebe den positiven Filmschlüssen galt, sei ein Kompliment nachgeschickt: es wird zwar am Ende die Ordnung wiederhergestellt - Mutter zu Kind - aber die Tränen gelten dem Papi. Kein fröhlicher Schluss. War Ulrich in der Realität angekommen?

Credits

Director:Hans Quest
Screenplay:Gustav Kampendonk, Eckart Hachfeld
Director of photography:Kurt Schulz
Editing:Hermann Leitner
Music:Heino Gaze
  
Cast: 
Heinz RühmannTeddy Lemke
Oliver GrimmUlli
Waltraut HaasGerti
Robert FreitagRoy Bentley
Sybil WerdenJane
Fita BenkhoffFräulein Biermann
Carl-Heinz SchrothPeepe
Pero AlexanderDonald Crossman
Herbert KuiperAgent Miller
Hans Schwarz Jr.Samson
Rudolf SchündlerHerr im Laden
Heidi BeckerHelga
Arnim DahlKunstspringer
  
Production company:Berolina-Film GmbH (Berlin)
Producer:Kurt Ulrich (Gesamtleitung)

All Credits

Director:Hans Quest
Assistant director:Hermann Leitner
Screenplay:Gustav Kampendonk, Eckart Hachfeld
Story:Hans Grimm
Director of photography:Kurt Schulz
Camera operator:Erich Grohmann
Assistant camera:Gerd Neubelt
Production design:Hans Ledersteger, Ernst Richter, Peter Schlewski
Make-up artist:Fredy Arnold, Maria Westhoff
Costume design:Walter Salemann
Editing:Hermann Leitner
Sound:Heinz Garbowski
Music:Heino Gaze
Lyrics:Bruno Balz, Heino Gaze
  
Cast: 
Heinz RühmannTeddy Lemke
Oliver GrimmUlli
Waltraut HaasGerti
Robert FreitagRoy Bentley
Sybil WerdenJane
Fita BenkhoffFräulein Biermann
Carl-Heinz SchrothPeepe
Pero AlexanderDonald Crossman
Herbert KuiperAgent Miller
Hans Schwarz Jr.Samson
Rudolf SchündlerHerr im Laden
Heidi BeckerHelga
Arnim DahlKunstspringer
  
Production company:Berolina-Film GmbH (Berlin)
Producer:Kurt Ulrich (Gesamtleitung)
Unit production manager:Hans Lehmann
Location manager:Günther Regenberg, Walter Dettmann
Shoot:: Arca-Ateliers, Berlin-Pichelsberg, Berlin-Wedding, Baden-Baden, Luzern, Zürich, Locarno, Lugano, Ascona
Original distributor:Constantin Film Verleih GmbH (München)
Length:2732 m, 100 min
Format:35mm, 1:1,37
Picture/Sound:Eastmancolor, Ton
Rating:FSK-Prüfung (DE): 25.07.1955, 10294, ab 6 Jahre / feiertagsfrei
Screening:Uraufführung (DE): 11.08.1955, Köln, Ufa-Palast

Titles

Originaltitel (DE) Wenn der Vater mit dem Sohne

Versions

Original

Length:2732 m, 100 min
Format:35mm, 1:1,37
Picture/Sound:Eastmancolor, Ton
Rating:FSK-Prüfung (DE): 25.07.1955, 10294, ab 6 Jahre / feiertagsfrei
Screening:Uraufführung (DE): 11.08.1955, Köln, Ufa-Palast
 

Awards

FBW 1955
Prädikat: wertvoll