Wenn der weiße Flieder wieder blüht

Wenn der weiße Flieder wieder blüht

BR Deutschland 1953, Spielfilm

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Romys erster weißer Flieder

In der dieser Rezemsion vorangestellten Inhaltsangabe heißt es lapidar: „15 Jahre später“. Davon ist in dem Film nichts zu sehen. Magda Schneider sieht „15 Jahre später“ so aus wie bei der (Film-)Empfängnis vor 15 Jahren: in ihren End-Vierzigern. Der heldentenörige Großschauspieler Willy Fritsch hat sich eher noch verjüngt. Weder Regisseur Hans Deppe noch seine Maskenbildner nahmen diese 15 Jahre ernst. Der schöne Schein schlägt die böse Realität: älter werden tun nur wir im Kinosaal, nicht die da oben im bunten Gevacolor. Paul Klinger als der große Zauderer und der ewig abgewiesene Liebhaber kommt überhaupt nicht in Gang, ist dauer-verständnisvoll und matt bis Romy Schneider ihn aufweckt und zum Handeln überredet. Denn das Evchen, dieses Kind der zerbrochenen Film-Ehe von Fritsch und Schneider, hatte Produzent Kurt Ulrich eher aus Zufall verpflichtet: man fand für ihre Rolle keine Schauspielerin in der Berliner Komparserie und so fragte man herum. Und siehe da - Frau Schneider hatte eine Tochter. Eben Romy. So wurde Ulrich zu Romys Entdecker. (Es bleibt eine der verpassten Chancen, dass Kurt Ulrich das Potential dieses jungen Mädchens nicht erkannte und sie ihm so wieder verlorenging). Würde sich allerdings ein Tollkühner unterfangen, aus diesem Streifen den ganzen Ballettbombast und das unerträgliche Gesinge (Fritsch war nie und ist 1953 schon gar nicht mehr der stimmgewaltige Tenor) herauszuschneiden und sich nur auf die nackte Handlung zu konzentrieren, so käme vielleicht ein ganz gut gespieltes Beziehungsdrama heraus. Die Voraussetzungen sind vorhanden. Hertha Feiler ist nicht nur schick, sondern zeigt Intellekt. Als ihr die Tränen kommen, wird es auch im Kinosaal feucht. Dann allerdings müsste dieser Film nicht diesen albernen Titel tragen, sondern könnte heißen: „Verzicht“ oder „Ein Vater kehrt heim“. Wahrscheinlich hätten dann die Kinokassen aber nicht ganz so laut geklingelt.

Credits

Director:Hans Deppe
Screenplay:Eberhard Keindorff, Johanna Sibelius
Director of photography:Kurt Schulz
Editing:Walter Wischniewsky
Music:Franz Doelle
  
Cast: 
Willy FritschWilly Forster
Magda SchneiderTherese Forster
Romy SchneiderEvchen Forster
Hertha FeilerEllen
Paul KlingerPeter Schröder
Albert FlorathProfessor Mutzbauer
Trude Wilke-RoßwogFrau Moeslein
Erika BlockLieselotte
Erna HaffnerFrau Kühn
Nina von PorembskyBarbara
Götz GeorgeKlaus
Wulf Rittscher
Liselotte KösterTänzerin
Jockel StahlTänzer
  
Production company:Berolina-Film GmbH (Berlin)

All Credits

Director:Hans Deppe
Assistant director:Friedrich Westhoff
Screenplay:Eberhard Keindorff, Johanna Sibelius
Story:Fritz Rotter
Director of photography:Kurt Schulz
Assistant camera:Herbert Geier
Production design:Alfred Bütow, Ernst Schomer, Peter Schlewski
Set construction:Philipp Blessing
Make-up artist:Fredy Arnold, Maria Westhoff
Costume design:Walter Kraatz
Editing:Walter Wischniewsky
Sound:Oskar Haarbrandt
Music:Franz Doelle
Music performer:Egon Kaiser und sein Orchester (DE) (Orchester)
Lyrics:Fritz Rotter, Bruno Balz, Fred Ignor
  
Cast: 
Willy FritschWilly Forster
Magda SchneiderTherese Forster
Romy SchneiderEvchen Forster
Hertha FeilerEllen
Paul KlingerPeter Schröder
Albert FlorathProfessor Mutzbauer
Trude Wilke-RoßwogFrau Moeslein
Erika BlockLieselotte
Erna HaffnerFrau Kühn
Nina von PorembskyBarbara
Götz GeorgeKlaus
Wulf Rittscher
Liselotte KösterTänzerin
Jockel StahlTänzer
  
Production company:Berolina-Film GmbH (Berlin)
Unit production manager:Heinz Willeg, Karl Mitschke
Location manager:Günther Regenberg, Fred Krüger, Walter Dettmann
Production assistant:Oscar Martay
Shoot:: Atelier Berlin-Tempelhof, Außenaufnahmen: Wiesbaden, Rhein
Length:2713 m, 99 min
Format:35mm, 1:1,37
Picture/Sound:Gevacolor, Ton
Rating:FSK-Prüfung (DE): 19.11.1953, 07000, ab 12 Jahre / nicht feiertagsfrei
Screening:Uraufführung (DE): 24.11.1953, Stuttgart, Universum

Titles

Originaltitel (DE) Wenn der weiße Flieder wieder blüht

Versions

Original

Length:2713 m, 99 min
Format:35mm, 1:1,37
Picture/Sound:Gevacolor, Ton
Rating:FSK-Prüfung (DE): 19.11.1953, 07000, ab 12 Jahre / nicht feiertagsfrei
Screening:Uraufführung (DE): 24.11.1953, Stuttgart, Universum