Die Grimme-Preisträger 2011 stehen fest

16.03.2011 | 16:03 Uhr

Die Grimme-Preisträger 2011 stehen fest



Am 16. März wurden die Preisträger des 47. Grimme Preis bekannt gegeben. Die Auszeichnung zählt zu den renommiertesten deutschen Ehrungen für Fernsehproduktionen.


Insgesamt werden zwölf Produktionen in den Wettbewerbskategorien Fiktion, Information & Kultur und Unterhaltung mit dem nunmehr zum 47. Mal zu verleihenden Grimme-Preis ausgezeichnet.

Einen besonderen Rang nimmt der Regisseur Dominik Graf mit seinem neunten Grimme-Preis für die Regie der herausragende zehnteilige Krimi-Serie "Im Angesicht des Verbrechens“ ein.

Zu den weiteren Preisträgern im Bereich Fiktion gehören: die "Tatort"-Folge "Nie wieder frei sein“ (BR); die Romanadaption "Neue Vahr Süd" (WDR/RB), zu der Christian Zübert das Drehbuch schrieb und bei der Hermine Huntgeburth die Regie führte; Aelrun Goettes Sozialdrama "Keine Angst" (WDR), mit Michelle Barthel als junger Frau, die sie sich um die alkoholkranke Mutter kümmern muss; das Drama "In aller Stille“ (BR), mit Nina Kunzendorf als Kommissarin, die einem Fall von häuslicher Gewalt nachgeht, bei der ein Kind von seinem Vater umgebracht wird.

Im Bereich Unterhaltung geht der Hauptpreis an Doris Dörries erste TV-Produktion "Klimawechsel" (ZDF), eine sechsteilige Serie über vier Frauen in den Wechseljahren.

In der Sparte Information & Kultur gehen die fünf Preise an: "Aghet – Ein Völkermord" (NDR), der auf dramaturgisch ungewöhnliche Weise die Geschichte des Genozids an den Armeniern rekonstruiert; "Iran Elections 2009" (WDR/ARTE) über die Protestbewegung im Iran; "Anwälte – Eine deutsche Geschichte" (WDR/NDR/rbb/ARTE) über die Karrieren der einstigen Weggefährten Otto Schily, Hans-Christian Ströbele und Horst Mahler; Andreas Dresens und Johannes Ungers "20x Brandenburg" (rbb), in dem 20 Kurzepisoden intime Einblicke in den Alltag von Bewohnern des Bundeslands Brandenburg gewähren; und an "DDR Ahoi!" (MDR/NDR), in dem Lutz Pehnert die fast vergessene Geschichte der DDR als Seefahrernation erzählt.

Der Sonderpreis Kultur des Landes NRW geht an "Schnitzeljagd im Heiligen Land" (KI.KA), eine vierteilige Reihe mit einer medial modern inszenierten Reise zu den Ursprüngen der drei großen Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam.

Den Publikumspreis der Marler Gruppe erhält "Zivilcourage" (WDR), ein Film von Dror Zahavi, in dem ein Alt-68er (Götz George), sein eigenes Weltbild infrage stellen muss.
Mit dem Eberhard-Fechner-Förderstipendium der VG Bild-Kunst wird in diesem Jahr Robert Thalheim für "Am Ende kommen Touristen" (ZDF) ausgezeichnet.

Die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes für herausragende Verdienste um das Fernsehen geht in diesem Jahr an den Entertainer und Moderator Thomas Gottschalk.

Die Grimme-Preisverleihung findet am 01. April 2011 im Theater Marl statt. Sie wird ab 19 Uhr im Live-Stream auf www.3sat.de und zeitversetzt ab 22:25 Uhr auf 3sat übertragen.

Weitere Infos unter www.grimme-institut.de