Förderpreis Neues Deutsches Kino verliehen

09.07.2012 | 10:34 Uhr

Förderpreis Neues Deutsches Kino verliehen

Der Film "Staub auf unseren Herzen" ist der große Gewinner beim Förderpreis Neues Deutsches Kino auf dem 30. Filmfest München.

Bei der Preisverleihung im Haus der Kunst am Freitag Abend in München wurden die besten Nachwuchstalente im deutschen Film ausgezeichnet. Der Förderpreis Neues Deutsches Kino, einer der wichtigsten und höchstdotierten Nachwuchspreise in Deutschland, wird gestiftet von der DZ Bank, der Bavaria Film und dem Bayerischen Rundfunk. Er ist mit insgesamt 70.000 Euro dotiert.

In zwei von vier Kategorien siegte der Film "Staub auf unseren Herzen". Die Berliner Regisseurin Hanna Doose erhielt für ihr Spielfilm-Debüt den Förderpreis in der Kategorie Regie. Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Produzenten des Films, David Keitsch und Ben von Dobeneck. Die Jury, bestehend aus der Produzentin Bettina Brokemper, dem Schauspieler Götz Otto und dem Musiker und Autor Sven Regener, sah darin den "in vielerlei Hinsicht herausragenden Film der Reihe Neues Deutsches Kino."

Die 1979 in Köln geborene Nachwuchsregisseurin Hanna Doose studierte am European Film College in Dänemark und an der Deutschen Film und Fernsehakademie in Berlin. "Staub auf unseren Herzen" schildert einen Mutter-Tochter-Konflikt vor der Kulisse Berlins und ist Dooses Diplomfilm an der dffb. In den Hauptrollen spielen Susanne Lothar und Stephanie Stremler.

In der Kategorie Schauspiel wurde Antonia Putiloff für ihre Rolle als Charly in "Little Thirteen" ausgezeichnet. Der Förderpreis Neues Deutsches Kino Drehbuch ging an Regisseur und Autor Jan Ole Gerster für den Film "Oh Boy". Eine lobende Erwähnung erhielt "Die Brücke am Ibar" von Regisseurin Michaela Kezele.

In diesem Jahr konkurrierten 44 aussichtsreiche Nachwuchstalente in den vier Kategorien des Förderpreises Neues Deutsches Kino.

Die Jury zeichnete folgende Nachwuchstalente mit dem von DZ Bank, Bavaria Film und Bayerischem Rundfunk gestifteten Preis aus:

Förderpreis Neues Deutsches Kino REGIE (30.000 Euro):
Hanna Doose für "Staub auf unseren Herzen"
Die Jury: "Hanna Doose gelingt es, mit sparsamen, aber höchst wirkungsvollen Mitteln der Schauspielerführung, Montage und Musikregie den Zuschauer zu fesseln und in die Handlung hineinzuziehen."

Förderpreis Neues Deutsches Kino PRODUKTION (20.000 Euro)
David Keitsch & Ben von Dobeneck für "Staub auf unseren Herzen"
Die Jury: "Der Preis für die beste Produktion geht an den Film 'Staub auf unseren Herzen', der für die Jury in vieler Hinsicht der herausragende Film der Reihe Neues Deutsches Kino war, sowohl was den Mut des Projekts als auch seine Realisierung betrifft. In ihm kommt zusammen, was einen gelungenen Film auszeichnet: Absicht und Umsetzung, Thema und Ästhetik, Bild und Ton, Dialog, Musik, Schauspiel, Personal - das alles verbindet sich hier zu einem entschlossenen, in sich stimmigen Werk, das sich selbst nichts schuldig bleibt und den Zuschauer mit einem Haufen bewegender Erinnerungen aus dem Kino entlässt."

Förderpreis Neues Deutsches Kino DREHBUCH (10.000 Euro)
Jan Ole Gerster für "Oh Boy"
Die Jury: "Der Preis für das beste Drehbuch geht an Jan Ole Gerster für "Oh Boy", als Anerkennung für die außerordentliche Qualität der Dialoge und die konsequente und zugleich lässige Entwicklung der Handlung."

Förderpreis Neues Deutsches Kino SCHAUSPIEL (10.000 Euro)
Antonia Putiloff für "Little Thirteen"
Die Jury: "Der Preis für die beste Schauspielleistung geht an Antonia Putiloff wegen ihrer überzeugenden, differenzierten Darstellung der Charly in 'Little Thirteen'."

Lobende Erwähnung
"Die Brücke am Ibar" (Regie: Michaela Kezele)
Die Jury: "Eine lobende Erwähnung erhält der Film 'Die Brücke am Ibar' dafür, dass er sich auf Zehenspitzen, mit großer Umsicht und Liebe für den einzelnen Menschen durch das ideologische Minenfeld des Kosovo-Konflikts bewegt."

Quelle: www.filmfest-muenchen.de

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