Neuer "Förderpreis Perspektive" der Berlinale

06.10.2011 | 14:58 Uhr

Neuer "Förderpreis Perspektive" der Berlinale

Im elften Jahr der Sektion Perspektive Deutsches Kino ruft die Berlinale 2012 den von Glashütte Original gestifteten "Made in Germany - Förderpreis Perspektive" ins Leben.

Das mit 15.000 € dotierte Stipendium zur Unterstützung von jungen deutschen Regisseuren/-innen bei der Projekt-, Stoff- und Drehbuchentwicklung geht an ein Regietalent der Perspektive Deutsches Kino. Teilnahmeberechtigt sind alle Regisseure/-innen, die 2011 einen Film im Programm der Perspektive hatten. "Auch hier geht es uns um Nachhaltigkeit: Talente zu nutzen und bei der Entwicklung des nächsten Projektes zu unterstützen. Wir freuen uns, dass wir dies gemeinsam mit Glashütte Original zukünftig möglich machen", kommentiert Festivaldirektor Dieter Kosslick.

Die neue Auszeichnung wird in einem feierlichen Rahmen erstmals auf der Berlinale 2012 vergeben.

Jury für den "Made in Germany - Förderpreis Perspektive"

Auf der Basis eines Treatments, das die Regietalente bis zum 1. Oktober 2011 einreichen konnten, entscheidet eine dreiköpfige Jury über die Vergabe des Stipendiums von 15.000 €.

Zum Auftakt wurde eine Jury gewonnen, von der jedes Mitglied eng mit der Berlinale verbunden ist und sich gern aktiv für den deutschen Filmnachwuchs engagiert.

Thomas Arslan
Regisseur und Drehbuchautor Thomas Arslan gilt als einer der interessantesten deutschen Regisseure der Gegenwart. Bekannt geworden ist er mit seiner Film-Trilogie über das alltägliche Leben von Menschen türkischer Abstammung in Berlin. Der zweite Film dieser Reihe, "Dealer", wurde im Forum der Berlinale 1999 gezeigt und mit dem FIPRESCI-Preis sowie dem Preis der ökumenischen Jury ausgezeichnet. 2007 lief sein kammerspielartiges Familiendrama "Ferien" im Panorama und 2010 war im Forum der Berlinale sein mit kühler Präzision komponierter Genrefilm "Im Schatten" zu sehen.

Anna Brüggemann
Schauspielerin Anna Brüggemann war in vielen deutschen Filmen der letzten Jahre zu sehen, vor allem auch in Filmen von interessanten Nachwuchs-Regisseuren. Zusammen mit ihrem Bruder Dietrich Brüggemann schrieb sie das Drehbuch zu "Neun Szenen" (Regie: Dietrich Brüggemann), der 2006 in der Perspektive lief und für den die Geschwister den Studio Hamburg Nachwuchspreis für das Beste Drehbuch bekamen. Auch bei der humorvollen und vielfach preisgekrönten Dreiecksgeschichte "Renn, wenn Du kannst" (Regie: Dietrich Brüggemann) war sie Ko-Autorin des Drehbuchs und spielte die Hauptrolle (Perspektive 2010) im Film.

Gian-Piero Ringel
Produzent Gian-Piero Ringel hat bis 2006 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin studiert und ist seit 2008 als Geschäftsführer der von Wim Wenders gegründeten Produktionsfirma Neue Road Movies tätig. Mit "Palermo Shooting" (Cannes 2008) und "Pina" (Wettbewerb der Berlinale 2011) hat Gian-Piero Ringel bereits zwei Filme von Wenders produziert. Er fungiert außerdem als Koproduzent verschiedener internationaler Filmproduktionen, zuletzt lief "Unfair World" von Filippos Tsitos auf dem Filmfestival in San Sebastian.

Quelle: www.berlinale.de

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