Preis für Schauspielkunst für Corinna Harfouch beim 11. Festival des deutschen Films

11.05.2015 | 15:06 Uhr

Preis für Schauspielkunst für Corinna Harfouch beim 11. Festival des deutschen Films

Corinna Harfouch wird beim 11. Festival des deutschen Films in Ludwigshafen für ihre herausragenden Arbeiten mit dem Preis für Schauspielkunst ausgezeichnet.
"Corinna Harfouch portraitiert ihre Rollen so feinsinnig wie keine andere", sagt Festivaldirektor Dr. Michael Kötz. "Sie versteht es wie wenige andere, alle Rollen, die man ihr anvertraut, mit bemerkenswerter Authentizität umzusetzen. Sie ist als Darstellerin eine Grenzgängerin, so intensiv und exzessiv kommt ihr Spiel einem vor."

Corinna Harfouch wurde in Suhl geboren. 1978 begann sie ihr Studium an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin. 1983 spielte sie in Heiner Müllers Inszenierung "Macbeth" die Lady Macbeth an der Berliner Volksbühne und wurde ans Berliner Ensemble engagiert. Im Deutschen Theater trat Harfouch u.a. in "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" und "Ein Sommernachtstraum" in der Regie von Jürgen Gosch auf. Für ihre Theaterarbeit wurde Corinna Harfouch mehrfach ausgezeichnet: Sie erhielt u.a. 1997 den Gertrud-Eysoldt-Ring für herausragende schauspielerische Leistungen und wurde im selben Jahr für ihre Rolle des General Harras in "Des Teufels General", Regie Frank Castorf, von der Zeitschrift Theater heute zur Schauspielerin des Jahres gekürt. 2014 erhielt sie den Grimme Preis für ihre Darstellung in dem Fernsehfilm "Der Fall Bruckner".
 
Corinna Harfouch nimmt den Preis am 1. Juli 2014 um 20:00 Uhr persönlich auf der Parkinsel von Ludwigshafen am Rhein im Rahmen einer Galavorstellung ihres Films "Der Fall Bruckner" entgegen. Die Laudatio hält Festivaldirektor Dr. Michael Kötz. Im Anschluss findet ein öffentliches Bühnengespräch mit Corinna Harfouch statt.

Mit dem Preis für Schauspielkunst werden auf dem Festival des Deutschen Films jährlich jene erfinderischen, mutigen und selbstbewussten Darsteller ausgezeichnet, durch deren herausragende Arbeit das deutsche Kino lebt. In den vergangenen Jahren ging dieser Preis an Hanna Schygulla (2005), Klaus Maria Brandauer (2006), Katja Riemann (2007), Nina Hoss (2008), Devid Striesow (2008), Hannelore Elsner (2009), Moritz Bleibtreu (2010), Andrea Sawatzki (2011), Otto Sander (2012), Sandra Hüller (2012), Bruno Ganz (2013), Anna Loos und Jan-Josef Liefers (2014). In 2015 wird mit Corinna Harfouch auch Mario Adorf geehrt.

Weitere Preisträger des diesjährigen Festivals wurden ebenfalls bereits bekannt gegeben: Der Ludwigshafener Drehbuchpreis geht an Gerd Schneider für das Drehbuch seines Debütfilms "Verfehlung". Die Preisverleihung an Gerd Schneider findet am Samstag, den 27. Juni um 20:00 Uhr in Festivalkino 1 statt. Der Film "Verfehlung" mit Sebastian Blomberg, Kai Schumann und Jan Messutat in den Hauptrollen läuft im Wettbewerb des Festivals.

Zum zweiten Mal verleiht das Festival des deutschen Films den Medienkulturpreis an deutsche Fernsehredaktionen "für außergewöhnliche Produktionen, die vorbildhaft sind für den Erhalt einer Medienkultur in Deutschland, weil hier auf Qualitätsfernsehen im Bereich des Fernsehspiels geachtet wird." Die Entscheidung der Festivalleitung in 2015 fiel auf zwei Redaktionen:
- Gebhard Henke und Nina Klamroth, WDR Fernsehfilm, Kino und Serie, für "Ich will Dich" von Regisseur Rainer Kaufmann, mit Ina Weisse, Erika Marozsan, Ulrich Noethen, Marc Hosemann u.v.a.m. und von Constantin Television produziert.
- Liane Jessen und Jörg Himstedt, HR Fernsehspiel und Spielfilm, für "Tatort: Wer bin ich?" von Regisseur und Drehbuchautor Bastian Günther, mit Ulrich Tukur und Barbara Philipp. Der HR ist auch Produzent.

Die Preisverleihung an die Redaktionen findet am 20. Juni 2015 statt. Regie und Produktion der Werke erhalten ebenfalls eine Urkunde.

Eröffnet wird das 11. Festival des deutschen Films, das von 17. Juni bis 5. Juli auf der Parkinsel in Ludwigshafen am Rhein stattfindet, am Abend des 17. Juni mit dem Film "Der Liebling des Himmels" von Dani Levy mit Axel Milberg, Andreja Schneider, Mario Adorf, Jenny Schily, Stefan Kurt und Martin Feifel.

Quelle: www.festival-des-deutschen-films.de

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