Preise und Preisträger DOK.fest 2011

11.05.2011 | 10:56 Uhr

Preise und Preisträger DOK.fest 2011



Das DOK.fest in München hat am gestrigen Abend seine Preise verliehen. Im internationalen Wettbewerb DOK.international 2011, in dem dieses Jahr zehn Filme liefen, ging der Dokumentar-Filmpreis 2011 des Bayerischen Rundfunks und der Telepool GmbH, dotiert mit 10.000 Euro, an "Khodorkovsky" von Cyril Tuschi (Deutschland 2011, 111 Min.), einen Polit-Krimi über den russischen Top-Oligarchen auf höchstem Niveau.


Aus der Jurybegründung: "Die Mühlen der russischen Justiz, eine Mauer des Schweigens und eine Hauptfigur in Haft - der Filmemacher gerät erst einmal in ein Labyrinth der Unmöglichkeiten! Doch der Regisseur Cyril Tuschi hat sich durchgebissen. Viele Jahre und viel Mut hat er investiert - und mit Akribie und Herzblut einen Dokumentarfilm geschaffen, der mit einer modernen Bildsprache die Licht- und Schattenseiten des früheren Oligarchen zeigt."

In DOK.horizonte 2011, dem Wettbewerb für Filme, die unter schwierigen politischen oder finanziellen Bedingungen entstanden sind und sich für Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung engagieren, ging der Horizonte Preis des DOK.fest München, dotiert mit 3.000 Euro, an "El Mocito" von Marcela Said und Jean de Certeau (Chile 2010, 70 Min.) über die chilenische Militärdiktatur. Eine Lobende Erwähnung erhielt "My Mother, Oak" von Mahmoud Rahmani (Iran 2011, 52 Min.).

In DOK.deutsch 2011, dem Programm des deutschsprachigen Wettbewerbs, laufen Dokumentarfilme, die sich geographisch und thematisch vorwiegend mit dem deutschsprachigen Raum auseinandersetzen. 2011 liefen elf Filme aus und über die Nachbarschaft, die uns über scheinbar Bekanntes und Vertrautes ungewöhnliche Geschichten und Erkenntnisse vermitteln. Der BLM Filmpreis 2011 der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien in Höhe von 5000 Euro ging in diesem Programm an "Wadans Welt" von Dieter Schumann (Deutschland 2010,100 Min.) Aus der Jurybegründung: "Im Mittelpunkt von Dieter Schumanns visuell wuchtigem Film stehen Würde und Ethos der Arbeit und die Verlorenheit des Menschen in einer globalisierten Welt, seine Ohmacht inmitten eines übermächtigen Geflechts aus wirtschaftlichen Interessen. Dabei gelingen ihm symbolträchtige Szenen, die die Veränderung der Arbeitswelt ohne Klischees deutlich machen." Eine Lobende Erwähnung erhielt "Bad Boy Kummer" von Miklós Gimes (Schweiz/Deutschland 2010, 92 Min.)

Der FFF-Förderpreis Dokumentarfilm des FilmFernsehFonds Bayern (5.000 EUR) ging an "El Bulli – Cooking in Progress" von Gereon Wetzel (Deutschland 2010, 90 Min.) über den Erfinder der Molekularküche.
Außerdem ging der neue Speed Pitch Award 2011 (Stoffentwicklungs-Preis in Höhe von 3.000 Euro für das beste Nachwuchs-Projekt) an Valerie Gudenus, ZHdK Zürich, für ihr Projekt "Matru Sapana", und der mimikri media Förderpreis 2011 (Sachpreis für die Untertitelung des nächsten Films) an "Tigernase" von Lobsang Tashi Sotrug (Schweiz 2010, 52 Min).

Am Mittwoch laufen zum Abschluss des Festivals in den DOK.fest-Kinos die "BEST.DOKS": Publikumshits und Preisträgerfilme. Das genaue Programm gibt es auf der Website www.dokfest.de.

Quelle:
www.dokfest.de

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