Volker Koepp zu Gast im Deutschen Filmmuseum

10.01.2008 | 18:09 Uhr

Volker Koepp zu Gast im Deutschen Filmmuseum



Als Gast der Veranstaltungsreihe "Was tut sich – im deutschen Film?" präsentiert Volker Koepp seine Dokumentation "Holunderblüte" (D 2007) im Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main, am kommenden Sonntag, 13. Januar (19.30 Uhr). Im Anschluss an die Preview spricht der 63-jährige Regisseur mit Wilhelm Roth (epd Film) und dem Publikum.



Für "Holunderblüte" (D 2007) kehrt der Autorenfilmer in die Landschaft des ehemaligen Ostpreußens zurück, nach Kaliningrad, dem einstigen Königsberg. Die Dokumentation registriert die politischen und sozialen Veränderungen nach dem Zusammenbruch der landwirtschaftlichen Strukturen, die Entvölkerung der Dörfer und Zersplitterung der Familien. Der Film begleitet Kinder ein Jahr lang durch den Kreislauf der Jahreszeiten und bleibt dabei konsequent in ihrer Perspektive. Viele von ihnen wachsen ohne Eltern auf und müssen schon früh Verantwortung für sich und ihre Geschwister übernehmen. Selbstverständlich erzählen sie von Alkoholismus und Gewalt ebenso wie von Freundschaft und Liebe. Mit Lebenslust und Witz entwerfen sie kindliche Gegenwelten, in denen ihre Hoffnungen und Sehnsüchte aufgehoben sind.

Volker Koepp, 1944 in Stettin geboren, arbeitet seit 1987 regelmäßig mit Kameramann Thomas Plenert zusammen, dessen Bilder die besondere Ästhetik seiner Dokumentationen prägen. Häufig geht sein Blick nach Osten wie in "Herr Zwilling und Frau Zuckermann" (1998), einem anrührenden Porträt der letzten überlebenden Juden in Czernowitz, und in "Dieses Jahr in Czernowitz", einem Film über seinen zweiten Besuch in der ukrainischen Stadt. "Die Gilge" (1999) und "Kurische Nehrung" (2000) thematisieren das einstige Ostpreußen, "Uckermark" (2000/01) berichtet von dem Wandel nach der Wende in einem brandenburgischen Landstrich.

Bei der Veranstaltungsreihe "Was tut sich – im deutschen Film?" kooperieren das Deutsche Filmmuseum und epd Film. Dabei stellen etablierte und aufstrebende Regisseurinnen und Regisseure seit Mai 2005 ihre aktuellen Produktionen vor. Die im Museumskino geführten Gespräche sind im Sonderheft "Was tut sich – im deutschen Film?" von epd Film veröffentlicht worden, das an der Museumskasse (4,90 Euro) und direkt bei epd Film erhältlich ist.

Weitere Informationen:
www.deutsches-filmmuseum.de

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