Das Lied vom Glück

Das Lied vom Glück

Deutschland 1933, Spielfilm

Filme der NS-Zeit sind im Kontext der staatlich beeinflussten Produktion und Rezeption zu sehen. Mehr erfahren »

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Singe, wem Gesang gegeben

Bernhard (Paul Kemp), der Komponist, und Carl (Herbert Ernst Groh), der Sänger, plagen sich am Klavier mit einem neuen Lovesong ab. „Es gibt nur eine Melodie...“, aber wie könnte die zweite Zeile lauten? Keinem fällt etwas ein. Carl ist gut bei Stimme und intoniert schon mal. Aber ohne zweite Zeile hört sich das an, wie sich ein wackelnder Stuhl anfühlt. Da treten sie auf den Balkon und von oben ruft eine junge Frau herunter: „Versucht es doch mal mit Liebe!“ Natürlich, die Liebe! Jetzt haben sie‘s: „Es gibt nur eine Melodie, das ist der Liebe Melodie“. Ja, da sind sie stolz (wir Zuschauer eher nicht so richtig). Paul“chen“ Kemp jedoch ist alert, wendig, klein und zielstrebig und hat dann die rettende Idee, wie die Beiden erfolgreich werden können: „Wir müssen auf Groß pokern, sonst werden wir immer die Kleinen bleiben“. Mietet sich eine Villa, schneidet auf, dass es kracht, lässt sich aufgrund zukünftiger Meriten einen Kredit einräumen (beim Film geht so etwas) und das Alles nur mit einer Melodie. Schließlich geraten sie sogar noch an die Riviera, wo die Liebeserklärung durch einen Mikrofonzufall über die Laustprecher übertragen wird. Alle fühlen sich blamiert, doch die Liebenden sind bester Stimmung. „Allein kann man nicht glücklich sein“. Auch eine Liedzeile. Groh schmettert mit seiner metallischen Stimme, dass die Leinwand ans Flattern kommt (der Filmton steckte noch in den Kinderschuhen). Aber Kameramann Georg Krause gelingen einige dichte Bilder von der landschaftlichen Schönheit von Nizza und Umgebung. Da konnte so recht niemand hin - im Jahre 1933. Schöne Fluchten! „Es gibt keine alten Filme, nur Filme, die wir gesehen haben, und solche, die wir noch nicht gesehen haben“. (Peter Bogdanovich)

Credits

Regie:Carl Boese
Drehbuch:Hans Ritter
Kamera:Georg Krause
Schnitt:Putty Krafft
Musik:Willy Engel-Berger, Paul Hühn
  
Darsteller: 
Herbert Ernst GrohCarl Roland
Paul KempBernhard Probst, sein Freund
Ilse StobrawaErna Vogel, Pianistin
Jakob TiedtkeMister Warner
Olga LimburgMrs. Warner
Ery BosThea Warner
Theo LingenFrançois, Haushofmeister
Jane TalmarSuzette, Theas Gesellschafterin
Amanda LindnerTante Leonie
Friedrich SchraderRundfunkreporter
Erich Fiedler
Anton Pointner
  
Produktionsfirma:Gnom-Tonfilm GmbH (Berlin)
Produzent:Jacob Brodsky, Max Brodsky

Alle Credits

Regie:Carl Boese
Regie-Assistenz:Georg Roethe
Drehbuch:Hans Ritter
Kamera:Georg Krause
Kamera-Assistenz:G. F. Peters
Bauten:Emil Hasler
Requisite:Otto Karge, Eduard Brenner
Maske:Franz Siebert
Schnitt:Putty Krafft
Ton:Walter Scholz
Musik:Willy Engel-Berger, Paul Hühn
Dirigent:Richard Dochan, Paul Hühn
Gesang:Herbert Ernst Groh
Liedtexte:Konrad Drey
  
Darsteller: 
Herbert Ernst GrohCarl Roland
Paul KempBernhard Probst, sein Freund
Ilse StobrawaErna Vogel, Pianistin
Jakob TiedtkeMister Warner
Olga LimburgMrs. Warner
Ery BosThea Warner
Theo LingenFrançois, Haushofmeister
Jane TalmarSuzette, Theas Gesellschafterin
Amanda LindnerTante Leonie
Friedrich SchraderRundfunkreporter
Erich Fiedler
Anton Pointner
  
Produktionsfirma:Gnom-Tonfilm GmbH (Berlin)
Produzent:Jacob Brodsky, Max Brodsky
Produktionsleitung:Hans Wolf
Aufnahmeleitung:Kurt Ulrich, Karl Sander
Produktions-Assistenz:Kurt Ulrich
Dreharbeiten:: Nizza, Cannes
Prüfung/Zensur:Prüfung: 13.11.1933
Aufführung:Uraufführung: 05.12.1933

Titel

Originaltitel (DE) Das Lied vom Glück
Weiterer Titel Es gibt nur eine Melodie

Fassungen

Original

Prüfung/Zensur:Prüfung: 13.11.1933
Aufführung:Uraufführung: 05.12.1933
 

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