Die Wolke

Die Wolke

Deutschland 2005/2006, Spielfilm

Inhalt

Hannah ist eine stinknormale 16-jährige Schülerin in dem kleinen Ort Schlitz, nordöstlich von Frankfurt am Main, wo kaum etwas los ist. Ihre alleinerziehende Mutter muss kurzfristig zu einem Kongress fahren, und so hat Hannah ihren kleinen Bruder Uli am Hals. Dennoch passiert ihr etwas Erfreuliches: Mit ihrem Mitschüler Elmar tauscht sie den ersten zarten Kuss. Aber just in diesem Augenblick heulen die Sirenen auf: In dem nahegelegenen Atommeiler bricht der Supergau aus. Eine riesige, radioaktiv verseuchte Wolke kommt direkt auf Schlitz zu. Sofort sind 38.000 Menschen in der Gegend tot, aber tausende mehr verseucht. Chaos bricht in der Stadt aus. Pläne für den Ernstfall gibt es nicht, Anarchie herrscht. Elmar verabredet, Hannah und Uli abzuholen, um mit der Bahn zu entkommen, sie sind aber nicht mehr da, als er ankommt. Sie sind auch nicht in dem Zug, in dem er die Stadt verlässt.

Hannah hat es nicht geschafft. In ihrer Panik hat sie versucht, mit Uli per Fahrrad zum Bahnhof zu kommen. Uli wird im chaotischen Verkehr überfahren und Hannah von der radioaktiven Wolke erwischt. Sie wacht im Krankenhaus auf, hat nur ein kurzes Leben vor sich. Doch dann kehrt Elmar zu ihr zurück. Auch er wird verseucht. Sie haben aber jetzt einen Schimmer Hoffnung: ihre Liebe.

Gregor Schnitzlers Film basiert auf dem hochgelobten Jugendroman von Gudrun Pausewang, der u.a. 1988 mit dem deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. Die politische Botschaft bleibt für Schnitzler von zentraler Bedeutung: "Wenn ich einen Film über eine Atomkatastrophe in Deutsch land mache, dann bezwecke ich etwas damit. Dann will ich sagen: Hey Leute, schaut mal her, was ihr selber zulasst. Die Kraftwerke stehen direkt um die Ecke von euch und ihr wisst nicht, wie gefährlich die wirklich sind."

Quelle: 57. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)

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Credits

Alle Credits

Regie:Gregor Schnitzler
Regie-Assistenz:Torsten Künstler
Drehbuch:Marco Kreuzpaintner, Jane Ainscough
hat Vorlage:Gudrun Pausewang (Roman)
Kamera:Michael Mieke
Szenenbild:Patrick Steve Müller
Maske:Heiner Niehues, Ruth Philipp
Kostüme:Ivana Milos
Schnitt:Alexander Dittner
Ton-Schnitt:André Bendocchi-Alves (Dialoge), Claudia Enzmann (Dialoge), Micki Joanni (adr editor)
Ton-Design:Mario Hubert, Heiko Müller, Chris Rebay
Ton:Michael Mladenović
Geräusche:Roland Platz, Florian Kaltenegger (Aufnahmen), Roland Platz (Mischung)
Mischung:Hubertus Rath
Spezialeffekte:Jens Döldissen, Joachim Grüninger, Alex Lemke
Stunt-Koordination:Mac Steinmeier
Casting:Simone Bär, Jacqueline Rietz
Musik:Stefan Hansen, Max Berghaus, Dirk Reichardt
  
Darsteller: 
Paula KalenbergHannah
Franz DindaElmar
Hans Laurin BeyerlingUli
Carina WiesePaula
Karl KranzkowskiDr. Salamander
Richy MüllerAlbert Koch
Tom WlaschihaHannes
Gabriela Maria SchmeideTante Helga
Jennifer UlrichMeike
Ulrike ArnoldRöschen
Claire OelkersAyse
Birgit BückerFrau Soltau
George LenzHerr Kramer
Anna FischerGlatzenmädchen
Harald GlöckleLehrer
  
Produktionsfirma:Clasart Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft mbH (München)
Produzent:Markus Zimmer
Herstellungsleitung:Manfred Thurau
Produktionsleitung:Horst Hoffmann
Dreharbeiten:22.08.2005-23.10.2005: München und Umgebung, Schlitz (Hessen), Fulda, Belgien
Erstverleih:Concorde Filmverleih GmbH (München)
Filmförderung:FilmFernsehFonds Bayern GmbH (FFFB) (München), Filmförderungsanstalt (FFA) (Berlin), Hessen Invest (Frankfurt am Main)
Länge:2801 m, 102 min
Format:35mm, Cinemascope
Bild/Ton:Farbe, Ton
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung: 20.02.2006, 105278, ab 12 Jahre / feiertagsfrei
Aufführung:Kinostart (DE): 16.03.2006;
TV-Erstsendung (DE): 17.01.2009, Bayern 3

Titel

Originaltitel (DE) Die Wolke
Arbeitstitel (DE) Himmelreich

Fassungen

Original

Länge:2801 m, 102 min
Format:35mm, Cinemascope
Bild/Ton:Farbe, Ton
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung: 20.02.2006, 105278, ab 12 Jahre / feiertagsfrei
Aufführung:Kinostart (DE): 16.03.2006;
TV-Erstsendung (DE): 17.01.2009, Bayern 3
 

Auszeichnungen

Bayerischer Filmpreis 2007
Bester Jugendfilm
 
FBW 2006
besonders wertvoll
 

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