Fanfaren der Liebe

Fanfaren der Liebe

BR Deutschland 1951, Spielfilm

Inhalt

Die deutsche Vorlage zu Billy Wilders unsterblichem Komödienklassiker "Some Like It Hot". Die beiden Musiker Hans und Peter, "Bass" und "Klavier", sind ständig auf der Suche nach Arbeit. Die einzige Truppe, wo sie jedoch Beschäftigung finden könnten, ist eine Damenkapelle. Also verkleiden sich die Herren der Schöpfung als Frauen und begeben sich mit der Kapelle auf Tournee. Natürlich fällt es den beiden immer schwerer ihre wahre Natur zu verbergen – in diesem "Paradies der Junggesellen" –, aber gleichzeitig müssen sie sich des lüsternen Hotelbesitzers Hallinger erwehren.

Fortsetzung: "Fanfaren der Ehe", 1951, von Hans Grimm.

Kommentare

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Nicht mal zum Schmunzeln reicht's

Darf man, kann man diesen Film von 1951 mit "Some Like It Hot" von 1958 vergleichen? Beide greifen auf dieselbe Vorlage von Robert Thoeren zurück, aber was für ein grotesker Unterschied! Borsche/Thomalla gegen Curtis/Lemmon! Die Spielfreude, die bei Wilder herrscht, findet sich bei Hoffmann nicht. Eher stellt sich der Eindruck ein, dass Borsche und Thomalla, beide noch am Anfang ihrer Karriere, Angst davor haben, sich in Frauenkleidern lächerlich zu machen. Komödie, Burleske, Lustspiel? Zu lachen gibt es kaum etwas. Nicht einmal zu schmunzeln. Höchst nervig der sich um sich selbst drehende Thomalla, der hampelt und strampelt und sich wohl selber komisch findet. Und hätte nicht jemand Grethe Weiser sagen müssen, dass sie sich am Schlagzeug einer Damenkapelle zum Narren macht? Drehbuchautor Heinz Pauck erspart sich und uns nicht, dass ausgerechnet Oskar Sima der femme fatale Dieter Borsche auch noch den Hof macht und ihr/ihm begehrliche Blicke hinterherschickt. So platt, so direkt , so unlustig ist dieser Film gestrickt, als hätte es nie einen Lubitsch gegeben. Gesungen wird auch (allerdings nicht lippensynchron) "Ich zähl' mir's an den Knöpfen ab" und da zählt der Zuschauer unwillkürlich mit - wann ist der Film endlich zuende? Wer nur diese Arbeit von Kurt Hoffmann kennt, würde an seinem Talent zweifeln. Heute wundert es schon, dass dieser Streifen 1951 ein Riesenerfolg war.

Credits

Alle Credits

Regie:Kurt Hoffmann
Regie-Assistenz:Claus von Boro
Drehbuch:Heinz Pauck
Stoff:Robert T. Thoeren, Michael Logan
Kamera:Richard Angst
Kamera-Assistenz:Alfred Westphal
Standfotos:Tibor von Mindszenty
Bauten:Franz Bi, Botho Höfer (Assistenz)
Maske:Raimund Stangl, Georg Jauss
Kostüme:Doris Lauterbach
Schnitt:Claus von Boro
Ton:Hans Wunschel
Musik:Franz Grothe
Musik-Ausführung:Kurt Graunke (Symphonieorchester)
Gesang:Kary Barnet
Liedtexte:Willy Dehmel
  
Darsteller: 
Dieter BorscheHans
Inge EggerGaby
Grethe WeiserLydia
Georg ThomallaPeter
Oskar SimaHallinger
Ilse PetriSabine
Beppo BremBoxer
Hans FitzFriedrich
Herbert KrollPoehle
Ursula TraunAnette
Viktor AfritschFriseur
Michl LangHotelportier
Walter KiaulehnOberkellner
Kary BarnetSängerin
Olly Gubo
Luise Cramer
Irene Fischer
Annette Graesner
Addy Gnuschke
Ruth Megerle
Felicitas Müller
Christiane Maybach
Christine Weigold
Elisabeth Wischert
Inge von Weech
Nana Schneider
Adalbert von Cortens
Rudolf Vogel
Ruth Killer
Axel Scholtz
Karl Wagner
  
Produktionsfirma:NDF Neue Deutsche Filmgesellschaft mbH (München-Geiselgasteig)
Produzent:Harald Braun (Gesamtleitung)
Produktionsleitung:Jacob Geis
Aufnahmeleitung:Gustav Lautenbacher
Dreharbeiten:14.06.1951-07.1951: Berchtesgaden, München
Erstverleih:Schorcht Filmgesellschaft mbH (Wiesbaden)
Länge:2486 m, 91 min
Format:35mm, 1:1,33
Bild/Ton:s/w, Ton
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 27.08.1951, 03123, ab 12 Jahre / nicht feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 14.09.1951, Berlin, Delphi

Titel

Originaltitel (DE) Fanfaren der Liebe

Fassungen

Original

Länge:2486 m, 91 min
Format:35mm, 1:1,33
Bild/Ton:s/w, Ton
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 27.08.1951, 03123, ab 12 Jahre / nicht feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 14.09.1951, Berlin, Delphi
 

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Materialien

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