Für Elise

Für Elise

Deutschland 2010-2012, Spielfilm

Inhalt

"Für Elise" ist das am häufigsten gespielte Klavierübungsstück von Ludwig van Beethoven, komponiert 1810. Die 15jährige Elise in Jena nervt es, weil es den Musikgeschmack ihrer Mutter repräsentiert. Dennoch ist die Freude am Klavierspiel und an der Musik ihr ganzes Glück. Seit dem Unfalltod ihres Vaters lebt sie allein mit ihrer Mutter, die als Krankenschwester auf der Intensivstation zwar jeden Tag Leben rettet, ihr eigenes Leben zwischen Alkoholexzessen und One-Night-Stands mit wechselnden Männerbekanntschaften aber nicht im Griff hat.

Elise muss die Eskapaden ihrer Mutter Betty immer wieder mehr oder weniger erfolgreich ausbaden. Das scheint sich zu ändern, als Betty den ebenfalls alleinerziehenden Journalisten Ludwig kennenlernt. Doch liebevoll und zuvorkommend ist Ludwig nicht nur zu Betty. Seit langem fühlt sich Elise endlich einmal verstanden. Auch in ihrer Liebe zur Musik. Nach gemeinsamen Konzertbesuchen verliebt sie sich in den viel älteren Mann und sieht sich plötzlich als leidenschaftliche - zwar noch pubertierende aber überlegene - Konkurrentin ihrer eigenen Mutter, die Ludwig zwar umwirbt, sich aber auch auf Distanz zu halten versucht.

Ein Zweikampf um die Gunst des Mannes beginnt, bei dem die Liebe und die Zuneigung von Mutter und Tochter zueinander auf der Strecke zu bleiben droht. Der lange Weg zurück zu einer neuen Zweisamkeit der beiden ist gepflastert mit falschen Hoffnungen, gebrochenen Versprechungen und leidenschaftlichen Kämpfen um neue Identitäten. Viel Herzblut bezieht der Film aus dem nuancenreichen Spiel der beiden Frauen, die sich keine Zuspitzung schenken. Manchmal wirkt deren Kampf geradezu archaisch. Dann wieder löst er sich auf im solidarischen und liebevollen Spiel von Mutter und Kind voller Schönheit und Anmut.

Quelle: Festival des deutschen Films 2012


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Credits

Alle Credits

Regie:Wolfgang Dinslage
Regie-Assistenz:Antje Ritter
Script:Brigitte Bruch
Drehbuch:Erszébet Rácz
Kamera:Kai Rostásy
Kamera-Assistenz:Julius Wirsching, Uli Krause
Standfotos:Anke Neugebauer
Licht:Martin Handrow
Beleuchter:Urs Zimmermann
Kamera-Bühne:Gunnar Sell, Thomas Thiele
Szenenbild:Stephan von Tresckow
Außenrequisite:Christine Jahn
Innenrequisite:Christian Hochtritt
Maske:Astrid Lehmann
Kostüme:Sonja Hesse
Schnitt:Andreas Baltschun
Ton-Design:Sebastian Schmidt
Ton:Axel Arft
Ton-Assistenz:Oliver Hemm
Casting:Simone Bär, Jessika Eisenkolb
  
Darsteller: 
Jasna Fritzi BauerElise
Christina GroßeBetty
Hendrik DurynLudwig
Katie EckerfeldKathi
Marie Anne FliegelTante Helga
Annekathrin BürgerTante Gisela
Lucas ReiberKai
Axel SchreiberBenny
Johannes GabrielAndreas
Maria HäuserEvelyn
Tom-Aurelio Shiva DubeyEdgar
Lotte OhmLehrerin
Maria EhrichAnke
Saskia RosendahlLena
Matthias WindeTransporteur 1
Michael WächterTransporteur 2
Carola SiggKollegin
Hilmar EichhornHauswart
Martin GreifSanitäter
  
Produktionsfirma:ostlicht filmproduktion GmbH (Weimar)
in Co-Produktion mit:Südwestrundfunk (SWR) (Stuttgart), Mitteldeutscher Rundfunk (MDR) (Leipzig)
in Zusammenarbeit mit:Arte Deutschland TV GmbH (Baden-Baden)
Produzent:Marcel Lenz, Guido Schwab
Redaktion:Stefanie Groß (SWR), Barbara Häbe (Arte), Wolfgang Voigt (MDR)
Produktionsleitung:Antje Krutz
Aufnahmeleitung:Susan Füllmich, Stephan Richter (Motiv), Johannes Schuchardt (Set)
Produktions-Assistenz:Ina Almeroth
Produktions-Koordination:Claritta Kratochwil
Dreharbeiten:12.10.2010-23.11.2010: Jena, Weimar und Umgebung
Erstverleih:Farbfilm Verleih GmbH (Berlin)
Filmförderung:Mitteldeutsche Medienförderung GmbH (MDM) (Leipzig), Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH (MBB) (Potsdam), Deutscher Filmförderfonds (DFFF) (Berlin)
Länge:102 min
Format:35mm, 1:2,4
Bild/Ton:Farbe, Dolby SRD
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 21.11.2012, 135194, ab 16 Jahre/feiertagsfrei
Aufführung:Aufführung (DE): 16.06.2012, Ludwigshafen, Festival des deutschen Films;
Kinostart (DE): 11.10.2012

Titel

Originaltitel (DE) Für Elise

Fassungen

Original

Länge:102 min
Format:35mm, 1:2,4
Bild/Ton:Farbe, Dolby SRD
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 21.11.2012, 135194, ab 16 Jahre/feiertagsfrei
Aufführung:Aufführung (DE): 16.06.2012, Ludwigshafen, Festival des deutschen Films;
Kinostart (DE): 11.10.2012
 

Auszeichnungen

Festivals des deutschen Films, Ludwigshafen 2012
Filmkunstpreis
Besondere Auszeichnung, Bestes Drehbuch