Heidelberger Romanze

Heidelberger Romanze

BR Deutschland 1951, Spielfilm

Inhalt

Studentenliebe in den Jahren 1951 und 1912: Der Student Erwin kommt aus Amerika nach Heidelberg und verliebt sich in ein nettes Mädchen, Gabriele. Flugs löst er die Verbindung mit seiner amerikanischen Verlobten Susanne. Doch diese lässt sich nicht so einfach abwimmeln und folgt Erwin empört nach Deutschland. Begleitet wird sie von ihrem Vater, einem reichen amerikanischen Geschäftsmann, der selbst liebevolle Erinnerungen an seine Heidelberger Studentenzeit hat. Die Konflikte lösen sich, als Susanne sich in einen Psychologiestudenten verliebt, und ihr Vater in Gabrieles Mutter seine alte Jugendliebe erkennt.

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Friede, Freude, Eierkuchen

O.W. Fischer dürfte der älteste (Film-) Student sein, der jemals an den Brüsten der Alma Mater in Heidelberg zutzeln durfte: er ist 36, seine Liselotte (vulgo Pulver) frische 22. Dass der Herr Fischer trotz seiner 36 Semester immer noch nicht über die Grundbegriffe der Psychologie verfügt, wenn er die Pulver "analysiert", zeigt nur - Realität ist Wischiwaschi, gefragt sind (Film-) Namen, die Kasse machen. Verläßlich wie immer Hans Leibelt hier als der gütige, trinkfeste Vater, hübsch anzusehen Gardy Granass, fröhlich, freundlich und direkt Margarethe Haagen als Tante Amalie. Ekelerregend dagegen die Beschwörung der Burschenschaften-"Herrlichkeit", die mit "Bierjungen", Wettsaufen und para-militärischem Zickzack eine Seite von Heidelberg zeigt, die in die Hinterstuben bestimmter Wirtshäuser gehört. Blamabel zudem der Regisseur in der Rolle eines Privatdetektivs, der alte Damen besticht, um sie als die Ehemalige des reichen Amerikaners auszugeben. Normalerweise spielte im deutschen Film ein zwielichtig-frecher Oskar Sima solche Rollen. Zum Schluss aufbrausendes Orchester, Heidelbergs Schloss "in Flammen", rot angekitscht, alle haben sich. Ein Film der fünfziger Jahre: Friede, Freude, Eierkuchen.

Credits

Regie:Paul Verhoeven
Drehbuch:Heinrich Jonen, Willy Clever, Karl Peter Gillmann
Kamera:Konstantin Tschet
Schnitt:Ilse Voigt
Musik:Werner Richard Heymann
  
Darsteller: 
Liselotte PulverSusanne Edwards
O. W. FischerStudent Hans-Joachim Prinz von Reiningen
Gardy GranassFannerl Brückner
Gunnar MöllerWilliam Edwards als Student
Hans LeibeltWilliam Edwards als Vater
Ruth NiehausGabriele Altendorf
Hans ReiserErwin Turner
Margarete HaagenTante Amalie Brückner
Melanie HoreschovskyFannerl als alte Dame
Paul VerhoevenPrivatdetektiv "Argus" Schulze
Joachim BrenneckeStudent Thomas Altendorf
Margit SaadBlumenverkäuferin Im Hotel
Heinz Lausch
Walter Sedlmayr
Günther Voigt
Franz Schafheitlin
  
Produktionsfirma:Meteor-Film GmbH (Wiesbaden)
Produzent:Heinrich Jonen

Alle Credits

Regie:Paul Verhoeven
Regie-Assistenz:Rolf von Schmidt-Pauli
Drehbuch:Heinrich Jonen, Willy Clever, Karl Peter Gillmann
Kamera:Konstantin Tschet
Kamera-Assistenz:Gerhard Peters
Bauten:Paul Markwitz, Fritz Maurischat
Bau-Ausführung:Alfred Bücken
Maske:Josef Coesfeld, Gertrud Coesfeld (Assistenz), Arthur Schramm (Assistenz)
Kostüme:Alfred Bücken
Schnitt:Ilse Voigt
Ton:Martin Müller, Benno Locher
Musik:Werner Richard Heymann
Liedtexte:Hans Fritz Beckmann
  
Darsteller: 
Liselotte PulverSusanne Edwards
O. W. FischerStudent Hans-Joachim Prinz von Reiningen
Gardy GranassFannerl Brückner
Gunnar MöllerWilliam Edwards als Student
Hans LeibeltWilliam Edwards als Vater
Ruth NiehausGabriele Altendorf
Hans ReiserErwin Turner
Margarete HaagenTante Amalie Brückner
Melanie HoreschovskyFannerl als alte Dame
Paul VerhoevenPrivatdetektiv "Argus" Schulze
Joachim BrenneckeStudent Thomas Altendorf
Margit SaadBlumenverkäuferin Im Hotel
Heinz Lausch
Walter Sedlmayr
Günther Voigt
Franz Schafheitlin
  
Produktionsfirma:Meteor-Film GmbH (Wiesbaden)
Produzent:Heinrich Jonen
Produktionsleitung:Max Koslowski
Aufnahmeleitung:Rudolf Kley, Martin Sternberg (Assistenz)
Dreharbeiten:08.1951-10.1951: Heidelberg; Atelier Hamburg-Bendestorf
Erstverleih:Schorcht Filmverleih GmbH (München)
Länge:2654 m, 97 min
Format:35mm, 1:1,33
Bild/Ton:Agfacolor, Mono
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 13.12.1951, 03583, ab 12 Jahre / nicht feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 23.12.1951, Frankfurt am Main, Metro im Schwan

Titel

Originaltitel (DE) Heidelberger Romanze
Verleihtitel (AT) Zwei Herzen in Alt-Heidelberg

Fassungen

Original

Länge:2654 m, 97 min
Format:35mm, 1:1,33
Bild/Ton:Agfacolor, Mono
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 13.12.1951, 03583, ab 12 Jahre / nicht feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 23.12.1951, Frankfurt am Main, Metro im Schwan
 

Auszeichnungen

Deutscher Filmpreis 1952
Goldene Dose, Beste Nachwuchsschauspielerin