Morgen ist alles besser

Morgen ist alles besser

Deutschland (West) 1948, Spielfilm

Inhalt

Hoffnung steht im Zentrum von "Morgen ist alles besser": Anfangs muss die Familie Borck in der Armut der Nachkriegszeit noch Äpfel sammeln und Einkaufsmarken abzählen. Der Vater müsste eigentlich zur Kur, was sich die Borks aber nicht leisten können. Immerhin hat Tochter Christiane ihr Abitur absolviert und möchte beim Rundfunk Karriere machen. So fügt sich auch letztlich alles zum Happy End: Die Tochter erlebt den gewünschten Erfolg und kann den Vater zur Kur schicken, zudem lernt sie die Liebe ihres Lebens kennen und heiratet. Auch die verwitwete Tante findet ihr Glück in Gestalt eines Gasthofbesitzers, der zudem Schwergewichtsmeister ist.

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Als alle "Parterre" waren

„Vater, wir sind Flüchtlinge. Wir dürfen keine Forderungen stellen“, sagt die Tochter zu ihrem arbeitslosen Vater. Alle schlagen sich 1948 durch, sammeln Äpfel an der Chaussee, essen sechs Leberknödel auf einmal, wenn sich die Gelegenheit bietet, stehen für Salzheringe an, müssen ihre Einkaufsmarken abzählen - es fehlt an allem, nur nicht an dem Optimismus, dass morgen alles besser ist - so argumentiert der Film. Die Abiturientin, die im Rundfunk etwas werden will, wird als erstes gefragt, ob sie entnazifiziert sei. Jemand meint: „Ehrlich kommt man kaum durch. Schieben müssten man können“. Alle waren eben Parterre. - Der erste Nachkriegsfilm des Berliner Produzenten Kurt Ulrich, gedreht im Behelfsatelier in Kreuth am Tegernsee. Die Kamera (Kurt Schulz) ist noch unsicher, wie so eine Geschichte optisch umzusetzen sei. Es wird wild geschwenkt, um die turbulente Liebelei zwischen Rudolf Prack, Paul Klinger und Ellen Schwannecke (die mit 42 Jahren eine 19jährige spielt) zu erzählen. Selbst eine Rückpro-Einheit hatte Ulrich aufgetrieben, sodass die Autofahrten in einem offenen DKW nicht draussen vor Ort gedreht werden mussten. - So banal die Geschichte selber ist, sie lebt von dem Talent und dem Einsatz der Mitspieler. Prack nimmt seine Liebhaberrolle leger, Grethe Weiser im modischen Kostüm schnattert wie üblich, Paul Klinger geht mal wieder leer aus und schaut drein, als hätte er eben „Immensee“ abgedreht. Jakob Tiedtke ist lautstark, Fritz Kampers handfest guter Laune, nur Walter Janssen scheint mitgenommen. Kurt Ulrich kannte seine Schauspieler nur allzu gut. Während sein Kollege Artur Brauner mit „Morituri“ die Vergangenheit zurückholte, stellt dieser Film sich taub: War da was? Der Produzent hatte sich durch die Nazijahre hindurchgeschlängelt, keine Angriffsflächen geboten und machte nun einfach so weiter wie bisher und baute aus den Trümmern jener Jahre eine der erfolgreichsten deutschen Nachkriegsfilmfirmen auf. 1948 kam alles auf das Talent zur Improvisation an. So wirkt es heute noch.

Credits

Regie:Arthur Maria Rabenalt
Drehbuch:Werner P. Zibaso, F. D. Andam
Kamera:Kurt Schulz
Schnitt:Walter Boos
Musik:Werner Bochmann
  
Darsteller: 
Ellen SchwannekeChristiane Borck alias Christl Bark
Jakob Tiedtke Friedrich Borck
Grethe Weiser Florentine Kneefke
Paul Klinger Rundfunk-Regisseur Dr. Axel Robert
Fita BenkhoffSchauspielerin Peggy Hansen
Walter JanssenTheodor Weller, gen. Onkel Theodor
Ursula KlinkeSchülerin Hansi Klapp
Alexandra MoscalenkoSchülerin Marion Sörensen
Erika EnglerSchülerin Mary Ladner
Karl Schöpp Schulrat Dr. Alex Holthoff
Marianne BergerFrau Professor Grabel
Erika von Thellmann Studienträtin Frl. Dr. Mikula
Franz-Otto KrügerDr. Linck, Dichter
Gerd FrickhöfferRundfunk-Intendant Meyer-Genthin
Rudolf Prack Sportberichterstatter Thomas Schott
Fritz Kampers Ex-Schwergewichtsmeister Sepp Sedlmeyer
  
Produktionsfirma:Berolina-Filmproduktion GmbH (Berlin)
Produzent:Peter Wehrand

Alle Credits

Regie:Arthur Maria Rabenalt
Drehbuch:Werner P. Zibaso, F. D. Andam
hat Vorlage:Annemarie Selinko (Roman)
Kamera:Kurt Schulz
Bauten:Ernst H. Albrecht
Kostüme:Maria Roehl
Schnitt:Walter Boos
Musik:Werner Bochmann
  
Darsteller: 
Ellen SchwannekeChristiane Borck alias Christl Bark
Jakob Tiedtke Friedrich Borck
Grethe Weiser Florentine Kneefke
Paul Klinger Rundfunk-Regisseur Dr. Axel Robert
Fita BenkhoffSchauspielerin Peggy Hansen
Walter JanssenTheodor Weller, gen. Onkel Theodor
Ursula KlinkeSchülerin Hansi Klapp
Alexandra MoscalenkoSchülerin Marion Sörensen
Erika EnglerSchülerin Mary Ladner
Karl Schöpp Schulrat Dr. Alex Holthoff
Marianne BergerFrau Professor Grabel
Erika von Thellmann Studienträtin Frl. Dr. Mikula
Franz-Otto KrügerDr. Linck, Dichter
Gerd FrickhöfferRundfunk-Intendant Meyer-Genthin
Rudolf Prack Sportberichterstatter Thomas Schott
Fritz Kampers Ex-Schwergewichtsmeister Sepp Sedlmeyer
  
Produktionsfirma:Berolina-Filmproduktion GmbH (Berlin)
Produzent:Peter Wehrand
Herstellungsleitung:Kurt Ulrich
Dreharbeiten:: Behelfsatelier Wildbad Kreuth, Kreuth und Umgebung
Länge:2676 m, 98 min
Format:35mm, 1:1,37
Bild/Ton:s/w, Ton
Prüfung/Zensur:Sowjetische Militärzensur (DD): 11.03.1949;
Alliierte Militärzensur (DE): 12.1948
Aufführung:Uraufführung (DE): 21.12.1948, Hamburg;
Aufführung (DE): 14.12.1949, Berlin-West

Titel

Originaltitel (DE) Morgen ist alles besser

Fassungen

Original

Länge:2676 m, 98 min
Format:35mm, 1:1,37
Bild/Ton:s/w, Ton
Prüfung/Zensur:Sowjetische Militärzensur (DD): 11.03.1949;
Alliierte Militärzensur (DE): 12.1948
Aufführung:Uraufführung (DE): 21.12.1948, Hamburg;
Aufführung (DE): 14.12.1949, Berlin-West
 

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