Mozart

Mozart

Österreich 1955, Spielfilm

Inhalt

Der einst als Wunderkind begehrte Hofkomponist Mozart und seine Frau Konstanze leben in Armut. Deshalb nimmt das Musikgenie gerne den Auftrag seines Freundes Schikaneder an: Er soll für dessen Theater das Singspiel "Die Zauberflöte" komponieren. Die Arbeit beflügelt ihn, doch sein gesundheitlicher Zustand ist bereits instabil. Die ebenfalls angeschlagene Konstanze fährt auf Kur, und Mozart lernt die Sängerin Anni kennen, mit der er eine Affäre beginnt. Nach der Premiere der "Zauberflöte" will Anni zu ihm, doch es ist zu spät: Mozart ist sterbend zusammengebrochen.

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Mozarts letzte Liebe?

Der Film setzt ein in Mozarts letztem Lebensjahr - 1791. Mozart schickt seine Frau zur Kur nach Baden und arbeitet besessen an der "Zauberflöte" und dem von einem rätselhaften Auftraggeber bezahlten Requiem. Da lernt er die Sängerin Anni (Johanna Matz) kennen, verliebt sich in sie und verlebt mit ihr den Sommer. Als Constanze, seine Frau (Gertrud Kückelmann) aus Baden zurückkommt, verhält sie sich großzügig: der Amadée, so sagt sie, hat halt seine Musen: "Was du für deine Kunst brauchst, das bin ich eben nicht" und verzeiht die Affäre. - Dieser Film ist, was Mozart nun bestimmt nicht war: schlicht. Es gibt keinerlei Beweise für diese "letzte Liebe". Sie ist eine Erfindung von Hartl. Der Regisseur scheint vernarrt in das Hannerl Matz - er kriegt sie nicht raus aus dem Film, obwohl es viele Möglichkeiten gegeben hätte. Eine betulich erzählte Liebesgeschichte, die Tränen produzieren soll. Und Oskar Werner als Mozart! Sieht so ein Genie aus? Schließlich taucht auch noch Nadja Tiller auf, die nur aufgeschnackelt aussieht und sonst keinerlei Funktion im Film hat. Und sowas passiert einem gewieften Dramaturgen wie Hartl? Man fasst es nicht. Ganz schlimm wird es, wenn das Hannerl Matz jedoch anfangen muss zu singen (in einer unangenehm hohen Stimmlage), und die Synchronisation nicht klappt.. Da weiss dann auch der letzte: sie tut nur so. Traurig, dass einem Hartl sowas durchrutscht. Schließlich die Beerdigung. Wind, Regen, Schneeflocken, niemand am Grab! Nichts da, sagt die Forschung, der Tag war mild und ruhig und Salieri, Süssmayr und andere standen am Grab. Hartl als märchenerzählender Geschichtsklitterer - wer hätte das gedacht?

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