"Berliner Schule" und "Bayerisches Urgestein" in der Jury für den Förderpreis Deutscher Film 2010

04.05.2010 | 17:33 Uhr

"Berliner Schule" und "Bayerisches Urgestein" in der Jury für den Förderpreis Deutscher Film 2010



Als "Regie-Förderpreis der HypoVereinsbank" wurde er erstmals 1989 verliehen. Zum ersten Mal mit neuem Namen und den Partnern Bavaria Film und Bayerischer Rundfunk wurde er 2002 beim Filmfest München als "Förderpreis Deutscher Film" vergeben.



Die erste Preisträgerin für die um "Schauspiel" und "Drehbuch" erweiterte Auszeichnung war Katharina Schüttler für ihre Rolle in "Sophiiiie!" von Michael Hofmann. In diesem Jahr ist sie mit Regisseur Christian Petzold und Kinobetreiber Steffen Kuchenreuther Mitglied der Jury. Gemeinsam werden sie über insgesamt 60 000 Euro Preisgeld für den talentierten Nachwuchs entscheiden.

Die Jury für den Förderpreis 2002 brachte es in der Begründung für Katharina Schüttler auf den Punkt: "Die Schauspielleistung von Katharina Schüttler braucht keinen internationalen Vergleich zu scheuen." Ihre folgenden Leistungen im Theater und im Film bestätigten diese Aussage. 2006 erhielt sie für ihre Darstellung der Hedda Gabler den Deutschen Theaterpreis und wurde "Schauspielerin des Jahres", 2010 folgte der Bayerischer Filmpreis und der Ulrich-Wildgruber-Preis.

Christian Petzold ist einer der originellsten cineastischen Erzähler der deutschen Gegenwart. Nach seinem Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) machte er mit "Die innere Sicherheit" auf sich aufmerksam und erhielt dafür 2001 den Preis der deutschen Filmkritik als bester Spielfilm und den Deutschen Filmpreis. Bereits 2005 nahm er mit seinem Film "Gespenster" und 2007 mit "Yella" am Wettbewerb der Berlinale teil. Den Preis der deutschen Filmkritik erhielt er auch für "Gespenster", "Yella" und "Jerichow". Christian Petzold gilt als einer der herausragenden Vertreter der so genannten Berliner Schule.


Steffen Kuchenreuther ist Kinobetreiber in München, Franke von Geburt, überzeugter Bayer und unermüdlicher engagierter Vertreter der deutschen Filmbranche. Ob als Kinobetreiber oder Branchenvertreter - u.a. Präsident der Spitzenorganisation der Deutschen Filmwirtschaft (SPIO) seit 1997 – ist er konsequent in dem Bemühen, den Film und das Kino gesellschaftlich und politisch "ins rechte Licht zu rücken". Als Produzent ermöglichte er mit seinem Bruder Thomas die Filme "Malina" von Werner Schroeter (1991 ausgezeichnet mit dem Deutschen sowie dem Bayerischen Filmpreis) und "Hades" von Herbert Achternbusch.

Die Jury-Entscheidungen werden bei der Verleihung des "Förderpreis Deutscher Film" am Mittwoch, 30. Juni 2008, 17 Uhr, im HVB Forum, Kardinal-Faulhaber-Straße 1, bekannt gegeben.

Quelle:
foerderpreis.hypovereinsbank.de

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