Carte Blanche für Klaus Lemke im Kino des Deutschen Filmmuseums

28.10.2016 | 16:59 Uhr

Carte Blanche für Klaus Lemke im Kino des Deutschen Filmmuseums

Von Mittwoch, 2., bis Mittwoch, 23. November zeigt das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt eine Reihe mit Wunschfilmen des Filmemachers Klaus Lemke. Am 2. und 3. November wird Lemke auch selbst zu Gast sein.

"Film iz: Sich selbst an der Hand nehmen und ins Dunkle stolpern." Lemke, 2016

Vehement kämpft Klaus Lemke gegen "Papas Staatskino", das seiner Meinung nach nur Filme hervorbringt, die "wie Grabsteine" seien, obwohl Deutschland "die schönsten Autos und die schönsten Frauen" habe. Klaus Lemke ist Autorenfilmer durch und durch. Er war Motor der "Münchner Gruppe" um Rudolf Thome, Max Zihlmann und Eckhart Schmidt und arbeitete mit Schauspieler/innen wie Iris Berben, Cleo Kretschmer und Wolfgang Fierek, als diese noch gänzlich unbekannt waren. 2012 protestierte er mit entblößtem Hintern neben dem Roten Teppich der Berlinale gegen die Festivalpolitik Dieter Kosslicks. Lemke ist unberechenbar. Der "König von Schwabing" gilt als Enfant terrible des deutschen Films.

Unter den von Lemke für die Carte-Blanche-Reihe ausgewählten Filmen sind natürlich auch einige seiner eigenen Werke: "Rocker" (BRD 1972), "Paul" (BRD 1974), "Amore" (BRD 1978) und "Berlin für Helden" (DE 2012). In der Reihe "Was tut sich im deutschen Film?" wird Lemkes neuer Film "Unterwäschelügen" (DE 2016) zu sehen sein. Dazu kommen Werner Herzogs "Aguirre, der Zorn Gottes" (BRD 1972), Christian Petzolds "Gespenster" (DE/FR 2005), der improvisierte "Kaptn Oskar" (DE 2013,R: Tom Lass), "Wild" (DE 2015) von Nicolette Krebitz sowie eine Folge aus Dominik Grafs Kriminalserie "Im Angesicht des Verbrechens" (DE 2011).

Am Mittwoch, 2. November, präsentiert Klaus Lemke zum Auftakt der Carte Blanche seine Filme "Amore" (18 Uhr) und - exklusiv vor Kinostart – "Unterwäschelügen" (20.30 Uhr). Am Folgetag ist er mit "Berlin für Helden" zu Gast.

Es sind ausschließlich deutsche Filme, die Lemke ausgewählt hat. Lemke per SMS: "Es geht immer nur um die Diskrepanz zwischen Handlung und den handelnden Personen". Und gleich hinterher: "es haut eben rein. Wenn man der geballten Irrationalität des Lebens noch waz [sic] irrationaler daherkommt. Baci. K"

Das vollständige Programm der Carte Blanche finden Sie unter http://deutsches-filminstitut.de/blog/carte-blanche-klaus-lemke/

Quelle: www.deutsches-filmmuseum.de

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