Europa-Premiere der Musik-Fassung für zwei Klaviere zu "Metropolis"

29.02.2012 | 18:25 Uhr

Europa-Premiere der Musik-Fassung für zwei Klaviere zu "Metropolis"

Am 2. März um 20 Uhr und 3. März um 18 Uhr findet die Europa-Premiere der neu rekonstruierten Huppertz-Fassung zu dem Meisterwerk "Metropolis" für zwei Klaviere mit den renommierten Pianisten Frank Strobel und Olaf Lervik statt. Außerdem präsentiert DJ Raphaël Marionneau (Musique abstrait) am 3. März ab 21 Uhr eine neu gesampelte Musikfassung. Ort der Veranstaltungen ist das Kino Babylon in Berlin.

Vor fast 30 Jahren feierte bereits eine erste Fassung für zwei Klaviere der Originalkomposition von Gottfried Huppertz Premiere. Seitdem hat Frank Strobel diese Fassung in mehr als 100 Filmkonzerten weltweit aufgeführt. 2010 mündete die intensive Beschäftigung mit der Musik in der Restaurierung und Bearbeitung der großen Orchesterfassung für die nun final vorliegende Rekonstruktion von "Metropolis". Als musikalischer Partner von Frank Strobel, einer der weltweit renommiertesten Pianisten und Dirigenten im Bereich der Filmmusik, ist Olav Lervik am zweiten Klavier zu erleben. Seine Beschäftigung mit "Metropolis" und der Musik von Gottfried Huppertz begann im Jahr 2009, als er mit dem Lektorat der großen Orchesterfassung betraut wurde.

Zur neuen Fassung:
Mit einem überraschenden Fund in Buenos Aires 2008 begann das weltweit beachtete Restaurierungsprojekt von "Metropolis". Entdeckt wurde eine über lange Zeit vergessene, weltweit einzigartige Fassung des Filmes, die bislang verloren geglaubte Szenen enthielt. Durch die neu eingefügten Teile unterscheidet sich "Metropolis" (1927/2010) nun von den früheren, deutlich kürzeren Fassungen aus den Jahren 1988 und 2001. Sie geben der Geschichte eine neue Balance und lassen die menschlichen Handlungsmotive vor der atemberaubenden Science-Fiction-Kulisse deutlicher hervortreten.

Zur Musik:
Bei der Rekonstruktion der Uraufführungsfassung zählte die Originalpartitur von Gottfried Huppertz (1887-1937) zu den wichtigsten Quellen, um Aufschluss über die ursprüngliche Schnittfolge zu erhalten. Anhand von mehr als 1000 Synchronpunkten, die Huppertz in der Partitur verzeichnet hat, ließ sich die Reihenfolge der Einstellungen präzise rekonstruieren. Die Musik, die bereits während der Dreharbeiten entstand, ist integraler Bestandteil des Films und stellt ein frühes Zeugnis für eine enge Zusammenarbeit zwischen Filmkomponist, Drehbuchautorin und Regisseur dar. Huppertz gelingt es, einen komplementären (Gefühls-)Raum zu erschaffen für das, was Fritz Lang filmisch konstruiert. Die Musik durchleuchtet quasi von innen heraus die filmische Handlung, bringt die Seelenzustände der Protagonisten zur Sprache und etabliert je nach Situation die entsprechende Atmosphäre.

Das Meisterwerk "Metropolis" von Fritz Lang wurde in den Jahren 1925 bis 1926 gedreht, ist einer der teuersten der damaligen Zeit und zählt zu den bedeutendsten Werken der Filmgeschichte.

Jetzt bekommt der Stummfilm eine neue Dramaturgie:
Raphaël Marionneau untermalt den Kultfilm mit einem Live-DJSet und ausgewählter Musik von Clint Mansell, Peter Benisch, Aes Dana, Ralf Hildenbeutel, Craig Armstrong, Ludovico Einaudi, Speedy G und vieles mehr. Seine abstrait-Neuvertonung von "Metropolis" feiert am 3. März Weltpremiere.

Quelle: Babylon Berlin

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