Vorgestellt: Die Jury des "Festivals des deutschen Films"

29.06.2005 | 17:14 Uhr

Vorgestellt: Die Jury des "Festivals des deutschen Films"



Fünf prominente Vertreter aus der Filmbranche entscheiden über die Vergabe des "Filmkunstpreises".


Der 1929 in Berlin geborene Regisseur Peter Lilienthal gewann bereits mit seinem ersten Kinofilm, dem Polit-Drama "Malatesta", zwei Filmbänder in Gold. Im Lauf seiner Karriere befasste sich Lilienthal immer wieder mit der politischen Situation in Lateinamerika, etwa in dem ebenfalls preisgekrönten Dokumentarfilm "Der Aufstand" und dem Drama "Es herrscht Ruhe im Land". Im Jahr 1971 gehörte Lilienthal zu den Gründern des Filmverlags der Autoren. Von 1985 bis 1996 war er Direktor der Abteilung Film und Medien an der Berliner Akademie der Künste.

Die Schauspielerin Nina Hoger erlebte ihren Durchbruch im Jahr 1983, als sie für ihre Rolle in Heidi Genées "Flucht nach vorn" den Bundesfilmpreis erhielt. Seither arbeitete sie mit einigen der renommiertesten Regisseure des deutschen Kinos zusammen: Harun Farocki ("Betrogen"), Hans-Christoph Blumenberg ("Der Madonna-Mann") oder Joseph Vilsmaier ("Leo und Claire"). Bis heute kann Hoger, die zu den gefragtesten Darstellerinnen des deutschen Fernsehens zählt, auf eine rund 80 Titel umfassende Filmographie zurückblicken.

Die gebürtige Amerikanerin Leslie Malton begann ihre darstellerische Laufbahn nach einer Ausbildung an der Londoner "Royal Academy of Dramatic Art" am Theater, wo sie unter anderen mit George Tabori und Klaus-Maria Brandauer zusammenarbeitete. Trotz großer Film- und Fernseherfolge, etwa in "Der große Bellheim" oder "Jimmy the Kid", bleibt sie ihrer Liebe zum Theater bis heute treu. Derzeit ist sie am Frankfurter Schauspielhaus in hoch gelobten Aufführungen von Strindbergs "Fräulein Julie" und Ibsens "Die Wildente" zu sehen.

Seinen bislang größten Erfolg konnte der Produzent Ralph Schwingel mit Fatih Akins Berlinale-Gewinner "Gegen die Wand" feiern. Aber auch die übrigen Filme Akins entstanden unter der Produktion von Schwingel und dessen späterer Firma Wüste Film, die er 1989 gemeinsam mit Stefan Schubert und dem Regisseur Lars Becker gründete. Daneben produzierten Schwingel und Wüste Film unter anderem den Thriller "Schattenboxer", die Komödie "Kebab Connection" und den Dokumentarfilm "Auf der Kippe".
Peter W. Jansen gehört zu den renommiertesten und einflussreichsten Filmkritikern in Deutschland. Seine Kritiken und Essays erschienen unter anderem in "Der Mittag", in der "FAZ" und "epd Film". In der ZDF-Sendung "Aspekte" stellte er über Jahre hinweg seine Filmtipps vor. Außerdem realisierte er zahlreiche Fernseh- und Rundfunkbeiträge und war Herausgeber der legendären "Blauen Reihe" im Hanser Verlag. Zuletzt war Jansen Kulturchef des SWR-Radios.

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