Erik S. Klein

Erik S. Klein

Weitere Namen: Erik Siegfried Klein (Geburtsname)
Darsteller
*06.02.1926 Radebeul; †22.10.2002 Eichwalde bei Berlin

Biografie

Erik S. Klein, geboren am 6. Februar 1926 als Erik Siegfried Klein in Radebeul bei Dresden, nimmt schon während seiner Schulzeit Schauspielunterricht bei Erich Ponto und debütiert im Alter von 17 Jahren an der Dresdner Komödie. Nach Engagements in Gießen und Lübeck wird seine beginnende Karriere durch den Krieg unterbrochen, Klein wird von der Wehrmacht eingezogen. In belgischer Gefangenschaft überlebt er das Ende des Krieges und verfolgt ab 1947 seine Theaterarbeit in verschiedenen Städten, darunter Freiberg, Altenburg und Cottbus.

1954 folgt Klein dem Ruf von Bertolt Brecht und Helene Weigel und wird bis 1961 Mitglied des Berliner Ensembles, wo er als Lawrenti in "Der kaukasische Kreidekreis" oder Roma in "Arturo Ui" zu sehen ist. 1961 wechselt er ans Deutsche Theater, dessen Ensemble er bis 1970 angehört .

Ab Anfang der 1970er Jahre arbeitet Erik S. Klein auch für Film und Fernsehen. Durch die vielschichtige Leutnantrolle in Konrad Wolfs "Sterne" (1959) avanciert er zum bekannten Darsteller, der komödiantische Fernseh-Mehrteiler "Aber Vati!" (1973) festigt diese Stellung nachhaltig. In der Komödie suchen die zwei Zwillingssöhne Kalle und Kulle für ihren allein erziehenden Vater Erwin, gespielt von Klein, eine passende Frau. Überaus authentisch verkörpert er aber auch ernstere Rollen, wie den Untersturmführer Reineboth in Frank Beyers "Nackt unter Wölfen" (1963). Neben seinen Tätigkeiten in Theater, Film und Fernsehen arbeitet Klein zeitlebens an vielen Hörspielen, als Synchronsprecher oder in Kabarettsendungen – er spricht insgesamt etwa 300 Figuren in Hörspielen. Des Weiteren leiht er Philippe Noiret seine Stimme in der DEFA-Verfilmung von "Der Uhrmacher von St. Paul" (1974) von Bertrand Tavernier. Nach der Wende wird es stiller um Erik S. Klein, er arbeitet nur noch bei vereinzelten Filmproduktionen mit, aber versucht einen Theaterneuanfang am Renaissance-Theater in Berlin mit Stücken wie "Noch ist Polen nicht verloren".

Nach einem Unfall im Jahr 1996 erholt sich der Künstler nicht mehr vollständig und stirbt am 22. Oktober 2002 in Eichwalde bei Berlin.

Die Ausstattung dieser Personenseite wurde durch die DEFA-Stiftung gefördert.

Filmografie

1987/1988 Mensch, mein Papa...!
Darsteller
 
1985 Irrläufer
Darsteller
 
1984 Die vertauschte Königin
Darsteller
 
1983/1984 Der Mann mit dem Ring im Ohr
Darsteller
 
1982/1983 Zille und ick
Darsteller
 
1982/1983 Der Bastard
Darsteller
 
1982 Der Teufelskreis
Darsteller
 
1981/1982 Soviel Wind und keine Segel
Darsteller
 
1981/1982 Die Gerechten von Kummerow
Darsteller
 
1980 Puppen für die Nacht
Darsteller
 
1979/1980 Radiokiller
Darsteller
 
1979 Tage vor der Hochzeit
Darsteller
 
1979 Die blonde Geisha
Darsteller
 
1978/1979 Aber Vati! 4. Teil: Fünf Jahre danach
Darsteller
 
1978 King-Kong-Grippe
Darsteller
 
1978 Sabine Wulff
Darsteller
 
1978 Matrosen in Berlin
Sprecher
 
1978 Schneeweißchen und Rosenrot
Darsteller
 
1978 Hiev up
Darsteller
 
1977/1978 Anton der Zauberer
Darsteller
 
1977/1978 Holzwege
Darsteller
 
1976 Der Hasenhüter
Darsteller
 
1975/1976 Nelken in Aspik
Darsteller
 
1975 Ein Feigenblatt für Kuhle Wampe - oder Wem gehört die Welt
Darsteller
 
1974 Nach Abpfiff Mord
Darsteller
 
1973/1974 Johannes Kepler
Darsteller
 
1973/1974 Ulzana
Synchronsprecher
 
1973 Unterm Birnbaum
Darsteller
 
1972/1973 Aber Vati!
Darsteller
 
1972/1973 Die Squaw Tschapajews
Darsteller
 
1972 Der Fall Brühne-Fehrbach
Darsteller
 
1971 Die Verschworenen
Darsteller
 
1971 Liebeserklärung an G. T.
Darsteller
 
1970 Anlauf
Darsteller
 
1970 Zwei Briefe an Pospischiel
Darsteller
 
1970 Leichensache Zernik
Darsteller
 
1969/1970 Wer bist du?
Sprecher
 
1969/1970 Jeder stirbt für sich allein
Darsteller
 
1969/1970 Der Königsmacher
Darsteller
 
1969/1970 Der gemachte Mann
Darsteller
 
1969/1970 Im Spannungsfeld
Darsteller
 
1969 Zeit zu leben
Darsteller
 
1969 Geheime Spuren
Darsteller
 
1968 Wege übers Land
Darsteller
 
1968 Geheimkommando Spree
Darsteller
 
1967/1968 Seid nett zueinander
Darsteller
 
1966 Geheimkommando. 1. Geheimkommando Bumerang
Darsteller
 
1966 columbus 64
Darsteller
 
1965/1966 Alfons Zitterbacke
Darsteller
 
1965-1966/1971 Der verlorene Engel
Darsteller
 
1965 Der Frühling braucht Zeit
Darsteller
 
1964/1965 Engel im Fegefeuer
Darsteller
 
1964/1965 Wolf unter Wölfen
Darsteller
 
1964 Der Augenzeuge [Jg. 1964 / Nr. 012]
Mitwirkung
 
1963/1964 Mir nach, Canaillen!
Darsteller
 
1963/1964 Lütt Matten und die weiße Muschel
Darsteller
 
1963 Julia lebt
Darsteller
 
1963 Der andere neben dir
Darsteller
 
1962/1963 Nackt unter Wölfen
Darsteller
 
1962/1963 Die Glatzkopfbande
Darsteller
 
1962 Ofenbauer
Sprecher
 
1962 Fetzers Flucht
Darsteller
 
1962 Der Kinnhaken
Darsteller
 
1962 Das grüne Ungeheuer
Darsteller
 
1961/1991 Das Kleid
Darsteller
 
1961/1962 Das zweite Gleis
Darsteller
 
1961/1962 Der Dickhäuter
Darsteller
 
1961/1962 Mord ohne Sühne
Darsteller
 
1961/1962 Altweibersommer
Darsteller
 
1960/1961 Der Mann mit dem Objektiv
Darsteller
 
1960/1961 Mutter Courage und ihre Kinder
Darsteller
 
1960 Knopfgeschichte
Darsteller
 
1959/1960 Leute mit Flügeln
Darsteller
 
1959/1960 Einer von uns
Darsteller
 
1959 Bevor der Blitz einschlägt
Darsteller
 
1959 Zwischen Zoo und Schöneberg
Darsteller
 
1958/1959 Verwirrung der Liebe
Darsteller
 
1958/1959 SAS 181 antwortet nicht
Darsteller
 
1958/1959 Sterne
Darsteller
 
1958/1959 Blauer Montag
Darsteller
 
1958/1959 Die neue Wohnung
Darsteller
 
1958 Der Prozeß wird vertagt
Darsteller
 
1958 Die Feststellung
Darsteller
 
1957 Polonia-Express
Darsteller
 
1957 Katzgraben
Darsteller
 
1957 Die Schönste
Darsteller
 
1955-1957 Der Fackelträger
Darsteller
 
1954/1955 Letztes Fach unten rechts
Darsteller
 

Übersicht

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Literatur

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