Johannes Nikel

Johannes Nikel

Weitere Namen: Johann Nikel (Weiterer Name)
Darsteller, Regie, Regie-Assistenz, Schnitt
*13.04.1931 München; †26.09.2001 München

Biografie

Hannes Nikel wird am 13. April 1931 in München geboren. Er beginnt 1952 als Cutter-Assistent bei Peter Ostermayr in den Bavaria-Studios und ist 1955 an Max Ophüls" "Lola Montès" beteiligt. In den 1960er Jahren ist er bei TV-Filmen von Rainer Erler als Cutter tätig, wo er auch die Regieassistenzen übernimmt: "Sonderurlaub" (1962), "Seelenwanderung" (1962) und "Orden für die Wunderkinder" (1963). Auch für den Schnitt der TV-Kult-Serie "Raumpatrouille" (1966) ist er mitverantwortlich. Eine erste Zusammenarbeit mit Wolfgang Petersen erfolgt 1976 bei dem TV-Spiel "Vier gegen die Bank" und wird ergänzt 1978 mit "Die Konsequenz". Zwei Filme von Robert van Ackeren, "Das andere Lächeln" (1979) und "Die Reinheit des Herzens" (1980), schließen sich den Arbeiten jener Jahre an.

Nach seinem größten Erfolg "Das Boot", für den er mit einer Oscar-Nominierung geehrt wird, ist Nikel auch an Petersens "Enemy Mine" (1983) und "Shattered" ("Tod im Spiegel", 1991) beteiligt. Für den Schnitt von Joseph Vilsmaiers "Stalingrad" (1993) erhält Nikel den Bayerischen Filmpreis. Es folgt, ebenfalls mit Vilsmaier, "Charlie & Louise – Das doppelte Lottchen" (1994). Hannes Nikels letztes Werk ist 1998 "Cascadeur – Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer". Auch sein Bruder Thomas arbeitet in der Branche und ist für die Schnittgestaltung des Gibraltar-Komplexes – vor allem die Wasserbombenangriffe – in "Das Boot" zuständig. Später beteiligt sich Hannes Nikel in den USA gemeinsam mit Wolfgang Petersen maßgeblich an der Herstellung des Director"s Cut.
Er stirbt am 26. September 2001 in München.

Quelle: "Das Boot. Auf der Suche nach der Crew der U96", hrsg. v. Deutsches Filmmuseum / Deutsches Filminstitut – DIF e.V.; erschienen im Henschel Verlag, Berlin/Leipzig, 2006.

Filmografie

1994/1995 Last Chance Love
Schnitt
 
1993/1994 Charlie & Louise - Das doppelte Lottchen
Schnitt
 
1991/1992 Stalingrad
Schnitt
 
1991/1992 Ein Fall für TKKG Drachenauge
Schnitt
 
1990/1991 Tod im Spiegel
Schnitt
 
1989/1990 Butterbrot
Schnitt
 
1987/1988 Man spricht deutsh
Schnitt
 
1986/1987 Zabou
Schnitt
 
1986 Bitte laßt die Blumen leben
Schnitt
 
1985-1987 In der Arche ist der Wurm drin
Schnitt
 
1984/1985 Enemy Mine
Regie 2. Stab, Schnitt
 
1983/1984 Die unendliche Geschichte
Regie 2. Stab
 
1980/1981 Das Boot
Schnitt
 
1980 Schönes Wochenende
Schnitt
 
1979/1980 Schussfahrt
Schnitt
 
1979/1980 Die Reinheit des Herzens
Schnitt
 
1979 Schweigegeld
Schnitt
 
1978/1979 Die erste Polka
Schnitt
 
1978 Schwarz und weiß wie Tage und Nächte
Schnitt
 
1977/1978 Das andere Lächeln
Schnitt
 
1977 Die Konsequenz
Schnitt
 
1976/1977 Planübung
Schnitt
 
1976 Vier gegen die Bank
Schnitt
 
1975/1976 Fortuna III
Schnitt
 
1975 Das Jahr im Lied
Schnitt
 
1975 Treffpunkt Friedhof
Schnitt
 
1974 Zweikampf
Schnitt
 
1973/1974 Acht Jahre später
Schnitt
 
1973/1974 Domanns Mörder
Schnitt
 
1973/1974 Die letzten Tage von Gomorrha
Schnitt
 
1971/1972 Nocturno
Schnitt
 
1970/1971 Mathias Kneißl
Darsteller
 
1969 Der Attentäter
Schnitt
 
1968 Mensch und Kunstfigur - Oskar Schlemmer und die Bauhausbühne
Schnitt
 
1967/1968 Die süße Zeit mit Kalimagdora
Schnitt
 
1967 Der Diamantenprinz
Schnitt
 
1966/2003 Raumpatrouille Orion - Rücksturz ins Kino
Schnitt
 
1966 Endkampf
Schnitt
 
1966 Raumpatrouille Orion - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion
Schnitt
 
1963 Orden für die Wunderkinder
Regie-Assistenz, Schnitt
 
1963 Sonderurlaub
Regie-Assistenz, Schnitt
 
1962 Seelenwanderung
Regie-Assistenz, Schnitt
 
1956 Rot ist die Liebe
Schnitt-Assistenz
 
1955/1956 Lola Montez
Schnitt-Assistenz
 
1953 Der Klosterjäger
Schnitt-Assistenz
 

Übersicht

Literatur

KOBV-Suche