Kai Maria Steinkühler

Kai Maria Steinkühler

Darsteller, Regie, Drehbuch, Schnitt, Ton, Produzent
*23.10.1967 Köln

Biografie

Kai Maria Steinkühler wurde am 23. Oktober 1967 in Köln geboren. Dort studierte er Ägyptologie und Afrikanistik und war einige Jahre im Theaterbereich aktiv, so etwa in der Theatergruppe "Countercheck Quarrelsome" unter Leitung von Karin Beier. Anfang der 1990er Jahre begann er als Autor und Filmemacher tätig zu werden, wobei er von Beginn an ein festes Duo mit dem Autor und Filmemacher Markus Mischkowski bildete. Die beiden wurden Mitglieder des Kölner Filmclub 813 und zählen zur sogenannten "Kölner Gruppe", einem losen Zusammenschluss von Kölner Filmemachern, dem unter anderem auch Bernhard Marsch und Rainer Knepperges angehören.

1996 drehten Steinkühler und Mischkowski mit "Westend" den ersten Teil ihres "Kölner Westend-Zyklus", einer Reihe von kurzen, in schwarz-weiß gedrehten Spielfilmkomödien. Im Mittelpunkt stehen dabei stets die im Kölner Vorort Westend lebenden, arbeitslosen Kumpels Mike und Alfred, gespielt von Mischkowski und Steinkühler selbst. "Die Idee des Zyklus ist", so die beiden Filmemacher, "mit immer wiederkehrenden Figuren von Film zu Film einen eigenen filmischen Kosmos aufzubauen, der seiner eigenen Ästhetik folgt, seine eigene Sprache entwirft, seine eigenen Mythen erschafft."

Ihr Langfilmdebüt gaben Steinkühler und Mischkowski 2001 mit dem dritten Teil des Zyklus, den sie ebenfalls "Westend" betitelten. Er feierte im Oktober 2001 bei den Internationalen Hofer Filmtagen Premiere und lief danach auf Festivals unter anderem in Warschau und Rotterdam. Im Oktober 2003 startete "Westend" in den deutschen Kinos.

In den folgenden Jahren realisierte das Duo Steinkühler/Mischkowski eine Reihe kurzer Spiel- und Dokumentarfilme. Mit den Kurzfilmen "Wolga" (2003), "Waldmeister" (2007) und "Wellenreiter" (2010) setzten sie ihren "Westend-Zyklus" fort. In den Dokumentarfilmen "Warteschleifen" (2010), über die Arbeit in Callcentern, und "Wolkenheime" (2012), über das Thema Depressionen, entwickelten sie ein besonders filmisches Konzept: Sie ließen Schauspieler in inszenierten Interviewsituationen Rollen spielen und recherchiertes Material vortragen, zugleich aber sollten sie in improvisierter Form persönliche Erlebnisse einfließen lassen.

Mit dem 25-minütigen Spielfilm "Wettbewerber" stellten die beiden bei den Oberhausener Kurzfilmtagen 2014 den siebten Teil ihres "Westend-Zyklus" vor. Im Jahr darauf feierte bei den Hofer Filmtagen der abendfüllende Kinospielfilm "Weiße Ritter" (2015) Premiere, der achte Teil des "Westend-Zyklus". Fast genau ein Jahr später, in Oktober 2016, startete "Weiße Ritter" regulär in den Kinos.

Neben seiner Arbeit als Filmemacher ist Kai Maria Steinkühler auch als Lektor und Schauspieler tätig und geht mit verschiedenen Autoren regelmäßig auf szenische Lesereisen.

Filmografie

2016 Der Wechsel
Darsteller, Regie
 
2014/2015 Weiße Ritter
Darsteller, Regie, Drehbuch
 
2013/2014 Wettbewerber
Regie, Drehbuch
 
2013 Der Pitch
Regie, Schnitt, Ton
 
2012 Wolkenheime
Regie, Drehbuch, Produzent
 
2012 50 Jahre Oberhausener Missverständnis
Regie
 
2010 Warteschleifen
Regie, Drehbuch
 
2009 Wellenreiter
Regie, Drehbuch
 
2007 mach doch, was du willst
Regie
 
2006/2007 Waldmeister
Darsteller, Regie, Drehbuch
 
2003 Sieg des Triumphes
Darsteller
 
2003 Wolga
Darsteller, Regie
 
2000/2001 Westend
Darsteller, Regie
 
1998 Was tun
Darsteller, Regie
 
1998 Einsamer Wolf (Teil 1)
Darsteller
 
1997 Liebe ist Geschmackssache
Darsteller
 
1996/1997 Westend
Darsteller, Regie