Oskar Karlweis

Oskar Karlweis

Darsteller, Musik
*10.06.1894 Hinterbrühl bei Wien, Österreich; †24.01.1956 New York City, New York, USA

Biografie

Oskar Karlweis, geboren am 10. Juni 1894 in Hinterbrühl bei Wien als Sohn des Bühnenautors Carl Karlweiss (1850-1901). Nach Besuch des Gymnasiums und abgebrochenem Jurastudium debütiert er 1912 am Stadttheater Wien. Karlweis dient im Ersten Weltkrieg und wird 1919 von Max Reinhardt an das Theater in der Josefstadt engagiert. Zu seinen weiteren Bühnenstationen zählen die Kammerspiele in München, das Carltheater in Wien, und – wiederum unter Reinhardt – das Deutsche Theater in Berlin. Das Repertoire von Karlweis – der auch als Sänger und Tänzer überzeugen kann – umfasst dabei die eleganten und amourösen Charaktere des österreichischen Volkstheaters ebenso wie die charmanten Helden zeitgenössischer Salonkomödien und Operetten.

Entsprechend sind auch seine Filmrollen angelegt: Mit der populären Tonfilmoperette "Die Drei von der Tankstelle" gelingt Karlweis an der Seite seiner männlichen Co-Stars Willy Fritsch und Heinz Rühmann der Durchbruch als Leinwanddarsteller. Karlweis beweist seine Qualitäten als Komödiant und Liebhaber in weiteren Filmen wie "Zwei Herzen im ¾ Takt", "Dolly macht Karriere" und "Der Tanzhusar", bevor die Machtübernahme der Nationalsozialisten seine Karriere in Deutschland beendet. Aufgrund des von den Nazis verhängten Aufführungsverbots für Filme mit jüdischen Mitwirkenden muss sich Karlweis – der 1933 nach Wien zurückgekehrt ist – weitgehend auf die Theaterarbeit beschränken.


Nach der Annexion Österreichs flieht Oskar Karlweis zunächst in die Tschechoslowakei, bevor er 1940 über Spanien und Portugal in die USA emigriert. Am Broadway gelingt ihm 1944/45 als Hauptdarsteller in Franz Werfels Stück "Jakobowsky und der Oberst" ein großer Triumph, und auch nach Kriegsende bleibt Karlweis ein vielbeschäftigter Bühnendarsteller zwischen New York, Wien und Berlin. Im US-Kino spielt er in den 50er Jahren gelegentlich Nebenrollen, so etwa einen deutschen Diplomaten in "Five Fingers" (1951) von Joseph L. Mankiewicz und einen Emigranten in Edward Dmytryks "The Juggler". 1953 wirkt Karlweis in der Komödie "Hollandmädel" mit – es bleibt sein einziger Auftritt im deutschen Nachkriegsfilm.

Oskar Karlweis, der mit der Filmproduzentin Ninon Tallon (1908-1977) verheiratet ist, stirbt am 24. Januar 1956 in New York an den Folgen eines Herzanfalls.

Filmografie

1953 Hollandmädel
Darsteller
 
1934/1935 Alles für die Firma
Darsteller
 
1934 Letzte Liebe
Darsteller
 
1933 Frühlingsstimmen
Darsteller
 
1932/1933 Heut kommt's drauf an
Darsteller
 
1932/1933 Keinen Tag ohne Dich
Darsteller
 
1932/1933 Die Herren vom Maxim
Darsteller
 
1932 Hochzeitsreise zu Dritt
Darsteller
 
1932 Im Bann des Eulenspiegels
Darsteller
 
1931 Mamsell Nitouche
Darsteller
 
1930/1931 Der Tanzhusar
Darsteller
 
1930/1931 Die Försterchristl
Darsteller
 
1930 Dolly macht Karriere
Darsteller
 
1930 Die Drei von der Tankstelle
Darsteller, Gesang
 
1930 Ein Tango für Dich
Darsteller
 
1930 Die Firma heiratet
Darsteller
 
1929/1930 Zwei Herzen im 3/4 Takt
Darsteller
 
1928 Liebe im Kuhstall
Darsteller
 
1926 Schenk mir das Leben (Die Tränen der Ungeborenen)
Darsteller
 
1921 Lya's beste Rolle
Darsteller
 

Übersicht

Fotogalerie

Alle Fotos (2)

Literatur

KOBV-Suche