Ruth Drexel

Ruth Drexel

Darstellerin, Regie
*14.07.1930 Vilshofen an der Donau; †26.02.2009 Feldkirchen

Biografie

Ruth Drexel, geboren am 14. Juli 1930 in Vilshofen in Niederbayern, wuchs in Trostberg im Chiemgau auf. Sie absolvierte eine Schauspielausbildung an der renommierten Otto Falckenberg Schule in München und spielte dann an den Münchner Kammerspielen. In den Jahren 1957/1958 gehörte sie dem Berliner Ensemble unter der Leitung von Bertolt Brecht an.

Neben weiteren schauspielerischen Engagements an den renommiertesten deutschsprachigen Bühnen inszenierte sie auch selbst Stücke – so stellte sie 1981 am Bayerischen Staatsschauspiel als erste Frau eine eigene Inszenierung vor, Nestroys "Talisman" – und war 1988 bis 1998 und 1999 bis 2002 Intendantin am Münchner Volkstheater. Außerdem begründete sie im Jahr 1980 die Tiroler Volksschauspiele in Telfs mit und leitete sie von 1998 bis 2008.

Nach einer ersten kleineren Filmrolle in Kurt Hoffmanns "Heimliches Rendezvous" (1949) spielte Ruth Drexel 1954 die Titelrolle in der Fernseh-Verfilmung von Ludwig Thomas "Magdalena". Zahlreiche Auftritte im Film kamen in den 1960er und 1970er Jahren hinzu, so spielte sie die Mutter des Räubers Kneißl in Reinhard Hauffs "Matthias Kneißl" (1971) und die Titelrolle in Peer Rabens "Adele Spitzeder" (1972). Sie trat in Filmen von Rainer Werner Fassbinder auf ("Wildwechsel", 1972), und spielte später mehrfach unter der Regie von Herbert Achternbusch, so in "Heilt Hitler!" (1986) und "Mix Wix" (1989).

Bei einem größeren Publikum bekannt und beliebt wurde die bayerische Volksschauspielerin durch Rollen in TV-Serien wie "Münchner Geschichten", "Zur Freiheit", "Monaco Franze" und "Irgendwie und sowieso". Außerdem hatte sie häufig Auftritte in Krimireihen wie "Der Alte" und "Tatort". Am populärsten wurde sie jedoch durch ihre Rolle in der TV-Serie "Der Bulle von Tölz": Ab 1995 verkörperte sie die gestrenge Mutter Resi des schwergewichtigen Kommissars Benno Berghammer, gespielt von Ottfried Fischer. Für diese Rolle wurde sie mit dem Deutschen Fernsehpreis 1999 als beste Seriendarstellerin ausgezeichnet.

Neben dieser und zahlreichen weiteren Auszeichnungen erhielt Ruth Drexel 1989 den Adolf-Grimme-Preis für die Serie "Zur Freiheit" und 2004 beim Bayerischen Fernsehpreis einen Sonderpreis für ihr Lebenswerk.

Ruth Drexel war bis 1965 mit Michael Adami verheiratet und lebte von 1969 bis zu seinem Tod im Jahr 1998 mit dem Schauspieler Hans Brenner zusammen. Sie starb am 26. Februar 2009.

Filmografie

2005/2006 Das Weihnachts-Ekel
Darsteller
 
2005/2006 Tod aus Afrika
Darsteller
 
2000/2001 Wambo
Darsteller
 
2000 Schöne, heile Welt
Darsteller
 
1998 Tod eines Priesters
Darsteller
 
1998 Ein Orden für den Mörder
Darsteller
 
1998 Berg der Begierden
Darsteller
 
1996/1997 Bandagistenglück
Darsteller
 
1993 Alles Palermo
Darsteller
 
1992 Abgetrieben
Darsteller
 
1988/1989 Mix Wix
Darsteller
 
1985/1986 Heilt Hitler!
Darsteller
 
1985-1987 Francesca
Darsteller
 
1983 Monaco Franze - Der ewige Stenz
Darsteller
 
1981 Niemandsland
Darsteller
 
1981 Die sieben Todsünden und Totentanz
Darsteller, Regie
 
1981 Die Schwester
Darsteller
 
1980 Pricker
Darsteller
 
1978/1979 Der King
Darsteller
 
1978/1979 Schluchtenflitzer
Darsteller
 
1977/1978 Die Farbe des Himmels
Darsteller
 
1975/1976 Die Marquise von O...
Darsteller
 
1973/1974 Der Tod des Kleinbürgers
Darsteller
 
1973 Mona und der Sarg
Darsteller
 
1972 Harald und Monika
Darsteller
 
1972 Franz und Ernst
Darsteller
 
1972 Die Sieger von Tambo
Darsteller
 
1972 Wildwechsel
Darsteller
 
1972 Jochen und Marion
Darsteller
 
1972 Adele Spitzeder
Darsteller
 
1971 Als die Blumen Trauer trugen
Darsteller
 
1970/1971 Mathias Kneißl
Darsteller
 
1967 Biedermann und die Brandstifter
Darsteller
 
1966 Endkampf
Darsteller
 
1965 Der Ruepp
Darsteller
 
1963 Eiche und Angora. Eine deutsche Chronik
Darsteller
 
1959 Kasimir und Karoline
Darsteller
 
1957 Jägerblut
Darsteller
 
1957 Die fidelen Detektive
Darsteller
 
1949 Heimliches Rendezvous
Darsteller
 

Übersicht

Fotogalerie

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Literatur

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